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Stauprognose: Verkehrslage im Herbst —

So kommen Sie gut durch den Herbst

Bis Weihnachten sind die Autobahnen in Deutschland relativ frei. Verzögerungen verursachen höchstens Baustellen und schlechtes Wetter.

Die Verkehrslage ist aktuell überall in Deutschland recht ruhig, und das dürfte in den kommenden Wochen auch so bleiben. Länger dauert es nur dort, wo auf Fernstraßen gebaut wird. Und aufs Wetter sollten Autofahrer ebenfalls achten. Nebelfelder, überfrierende Nässe und Schnee können im Herbst jederzeit auftreten.
Wer generell Staus umfahren will, sollte folgende Tipps beachten:

1. Antizyklisch reisen. Wer außerhalb der Zeiten fährt, zu denen das Staurisiko am größten ist, spart möglicherweise wertvolle Zeit. Vermeiden Sie die Spitzenzeiten.
2. Handy zur Navigation nutzen. Apps sind oft aktueller als feste Navis und bieten zeitig Alternativrouten an. Diese Apps sind empfehlenswert:
Google Maps: Über "Live Traffic" gibt es Verkehrsinformationen in Echtzeit. Dazu kommen präzise Vorschläge für Ausweichrouten. Bonus: Ein Fahrspurassistent für Autobahnkreuzungen in 15 europäischen Ländern.
Apple Maps: Apple Maps warnt vor Gefahrenstellen, zum Beispiel bei Unfällen. Mit der Menü-Option "Flyover" lässt sich das Verkehrsgeschehen in vielen Metropolen aus der Vogelperspektive beobachten.
Here WeGo:
Diese App ermöglicht es, weltweit kostenlos zu navigieren und Karten herunterzuladen, um Datenvolumen zu sparen. Außerdem fließen Fußwege, öffentliche Verkehrsmittel und Fahrdienste in die alternativen Routenvorschläge ein.
Waze:
Dank großer Community sind die Verkehrsmeldungen topaktuell. Leider hat Waze als reine Online-App den größten Datenhunger und besteht während der Fahrt auf ständiger Server-Kommunikation.
Nunav:
Auch hier sorgt die Community rund um die Uhr für aktuelle Meldungen. Darüber hinaus warnt Nunav vor Blitzern. Allerdings können Verkehrsstörungen nicht selbst gemeldet werden.
3. Push-Meldungen einschalten. Einige Apps schicken aktuelle Stauwarnungen aus bestimmten Regionen aufs Smartphone.
4. Den Stau nicht sofort umfahren. Manche Navis empfehlen die Ausweichroute viel zu früh. Wer hektisch auf die Ausweichstrecke fährt, verlagert das Problem statt es zu lösen.
5. Soziale Netzwerke checken. Auch bei Twitter und Facebook kursieren Stauwarnungen. Mitreisende können das gegebenenfalls nachschauen.
6. Pausen einlegen. Zeichnet sich ein Stau ab, lohnt sich der Stopp auf einem Rastplatz. Das schont die Nerven – und das Problem löst sich möglicherweise von selbst.
Hier gibt's weitere Tipps zum Thema Anti-Stau-Apps!
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Österreich und andere Nachbarländer

Die Lage auf den Autobahnen: Auch im benachbarten Ausland sind die Straßen leer. Nur Baustellen halten Autofahrer aktuell auf. Allerdings sollte man sich speziell in den Alpen auf winterliches Wetter einstellen. Zusätzlich droht in Italien Verzögerung. Die italienische Autobahn A10 Genua nach Savona ist wegen der eingestürzten Morandi-Brücke in Genua zwischen dem Autobahnkreuz mit der A7 Mailand-Genua und Genua Flughafen auf unbestimmte Zeit in beide Richtungen gesperrt.
Situation an den Grenzen: An der Grenze zwischen Deutschland und Österreich muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Am längsten dauern wird es voraussichtlich an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz - Passau), Walserberg (A8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein - Rosenheim). Die bayerische Grenzpolizei kontrolliert zudem seit Juli Übergänge auf Bundes- und Landstraßen. Wartezeit sollte auch an Österreichs Grenzen mit Ungarn, Slowenien und der Slowakei sowie an den Übergängen von Slowenien nach Kroatien eingeplant werden.
Besonderheit in Österreich: Seit dem 1. Mai 2018 darf im Auto nicht mehr geraucht werden, wenn Personen unter 18 an Bord sind. Das Verbot gilt für den Fahrer genauso wie für alle Mitreisenden, bei geschlossenen wie geöffneten Fenstern. Bei Verstoß droht ein Bußgeld von 1000 Euro. Tipp vom ADAC: Wer sich vor der Fahrt über die Gesetzeslage im Urlaubsland informiert, erspart sich möglicherweise Ärger. In einigen Ländern muss auch tagsüber das Licht eingeschaltet werden, andere ahnden Verkehrsdelikte deutlich schärfer als Deutschland.
Wetter-Tipps vom ADAC: Autofahrer sollten jetzt jederzeit mit schlechter Witterung rechnen. Nebel kann die Sicht erheblich einschränken. Dagegen hilft, ausreichend Abstand zum Vordermann zu halten und auch tagsüber das Abblendlicht einzuschalten. "Fuß vom Gas" hilft ebenfalls: Bei Sichtweiten unter 50 Metern darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden! Dann muss zusätzlich die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden.
Bei winterlichen Straßenverhältnissen sind Ganzjahres- oder Winterreifen Pflicht. Wer dagegen verstößt, muss mit 60 (bei normalem Verstoß) oder 80 Euro Bußgeld rechnen. Beides wird mit jeweils einem Punkt in Flensburg geahndet. Vor allem in den Alpen kann es ab jetzt jederzeit schneien.
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