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Aktuelle Spritpreisentwicklung: günstig tanken —

Spritpreise wieder auf dem Weg nach oben

Negative Preisentwicklung – die Preise für Benzin und Diesel steigen wieder. AUTO BILD zeigt, wie Sie beim Tanken dennoch sparen!

(dpa/cj/jr) Autofahrer müssen beim Tanken wieder tiefer in die Tasche greifen. Laut ADAC-Auswertung kostete ein Liter Super E10 am 20. Februar im Bundesdurchschnitt 1,337 Euro, zwei Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel verteuerte sich um 1,8 Cent auf 1,265 Euro pro Liter. Der Verbraucherinformationsdienst clever-tanken.de (ein Beteiligungsunternehmen der Axel Springer Auto Verlag GmbH) stellte in seiner Statistik ebenfalls leicht steigende Kurven fest. Demnach kletterte der Preis für einen Liter Super seit Anfang Februar von genau 1,30 Euro auf knapp 1,34 Euro. Für den Liter Diesel, der zu Monatsbeginn noch 1,23 Euro kostete, müssen Tankkunden inzwischen wieder mehr als 1,26 Euro zahlen. Hauptgrund für den Anstieg sind laut ADAC höhere Rohölpreise, die unter anderem aus der Krise in Venezuela sowie den amerikanischen Sanktionen gegen den Iran resultieren. Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken, schaut ebenfalls nach Venezuela, wo sich der Kampf zwischen Machthaber Maduro und dem selbst ernannten Übergangspräsidenten Guaido zuspitzt: "Ein Machtwechsel dort würde das Überangebot auf dem Markt verstärken – und die Preise ins Rutschen bringen." Bock stellte außerdem Interessantes fest: "Mit 9,12 Cent war im Januar die Differenz zwischen Benzin- und Dieselpreis so gering wie seit Dezember 2013 nicht." Im Dezember 2018 waren die Preise an den Zapfsäulen zum ersten Mal seit Monaten wieder gefallen. Es war der versöhnliche Abschluss eines ansonsten sehr teuren Tankjahres. Genau genommen waren sowohl Super E10 (1,4206 Euro pro Liter) als auch Diesel (1,2754 Euro) im Jahresdurchschnitt so teuer wie seit 2014 nicht mehr. Negativ-Spitzenreiter war der November (Super E10: 1,5191 Euro, Diesel: 1,4239 Euro), am günstigsten war Kraftstoff im zurückliegenden Jahr im März: 1,3160 Euro kostete hier im Schnitt der Liter Super E10 und 1,1746 Euro der Liter Diesel.

Preisverhalten am Tag beobachten

Autofahrer, die die hohen Preise umgehen wollen, sollten neben den teils großen Differenzen zwischen einzelnen Tankstellen auch das geänderte Preissetzungsverhalten im Tagesverlauf im Blick haben. Experte Bock weiß: "Am günstigsten ist Kraftstoff derzeit nachmittags zwischen 15 und 17 Uhr sowie am Abend zwischen 19 und 22 Uhr.

So können Sie beim Tanken sparen!

Generell sollten sich preisbewusste Autofahrer im Internet, im Navi oder per App darüber informieren, welche Tankstelle in der Umgebung die günstigsten Preise hat. Wer beim Reisen auf günstigere Tankstellen ausweichen will: Eine Liste autobahnnaher Tankstellen gibt es beim ADAC. Deutlich billiger tanken Auslandsreisende übrigens in Österreich, Tschechien, Polen und Luxemburg – teurer ist es dagegen in Dänemark, den Niederlanden und vor allem in Italien.
Hilfe beim Spritsparen gibt es im Internet bei clever-tanken.de, beim Spritpreismonitor oder beim ADAC sowie in Navigationssystemen oder Apps für Smartphone, Tablet und Apple Watch. Wer sein Smartphone im Auto nutzt – sinnvollerweise über eine Handyhalterung (hier zehn im Test) – findet die günstigste Zapfsäule der Umgebung dank einer Kooperation mit clever-tanken.de auch per Spracheingabe.
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