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Aktuelle Spritpreise: Günstig tanken —

Spritpreise auf Jahres-Rekordhoch

Keine schöne Spritpreisentwicklung: Benzin und Diesel in Deutschland werden immer teurer. AUTO BILD zeigt, wann und wo Autofahrer an der Tankstelle sparen können!

Der Spritpreis kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben. Laut ADAC wurde Superbenzin die elfte Woche in Folge teurer und kostete zuletzt im bundesweiten Durchschnitt 1,527 Euro pro Liter E10 – 3,1 Cent mehr als in der Vorwoche. Für den Liter Diesel mussten die Autofahrer durchschnittlich 1,316 Euro pro Liter zahlen, das waren nach einer kurzen Verschnaufpause 1,8 Cent mehr als in der Woche zuvor. Beide Sorten erreichen damit ihren bisherigen Höchststand im laufenden Jahr. Der ADAC sieht den anhaltenden Anstieg der Verbraucherpreise an den Tankstellen kritisch. Angesichts der der Notierungen für Rohöl und Dollar auf den Weltmärkten sei Tanken derzeit zu teuer.

April schlägt Mai als Rekordmonat

Zuvor hatte bereits der Verbraucherinformationsdienst clever-tanken.de (ein Beteiligungsunternehmen der Axel Springer Auto Verlag GmbH) erst den März und dann den April 2019 als Rekordmonate in Sachen Spritpreise identifiziert. Bereits Anfang April kostete der Liter Super mancherorts plötzlich wieder mehr als 1,50 Euro! Da macht das Tanken natürlich noch weniger Spaß. Doch wer zur richtigen (Tages-)Zeit nachfüllt, der kann an der Zapfsäule in ein und derselben Stadt bis zu 20 Cent pro Liter sparen. Und das geht so:

Richtige Tankstelle und Uhrzeit nehmen

Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, die die satten Preisunterschiede in ihrem Jahresbericht 2018 veröffentlichte, rät mehr denn je: runter von der Autobahn, rauf auf den Autohof oder die Tankstelle nahe der Abfahrt – speziell in der Urlaubszeit wie zu Ostern oder Pfingsten (eine ADAC-Liste mit autobahnnahen Tankstellen gibt es hier). Zum zweiten: auf die Uhr schauen! Die Kraftstoffpreise sind weiterhin generell morgens am höchsten und abends am niedrigsten. Laut Transparenzstelle ist seit Kurzem zu beobachten, dass die Preise am Morgen bereits ab ca. 10 Uhr wieder angehoben werden, am Mittag erst ab ca. 13 Uhr, am Nachmittag überwiegend schon ab ca. 16 Uhr und am Abend gegen 22 Uhr. Nachts ist aus preislicher Sicht generell vom Tanken abzuraten. Die Angaben decken sich überwiegend mit Erkenntnissen von Wissenschaftlern der Goethe Universität Frankfurt am Main. Die fanden heraus, dass seit Anfang April 2019 die Tankstellen bis zu fünf Mal am Tag ihre Preise erhöhen. Die Besitzer oder Pächter versuchen durch gegenseitiges Unterbieten, Kunden von der Konkurrenz abzuwerben – bis ein niedriges Preisniveau erreicht ist. Es folgt eine starke Preiserhöhung – und das Spiel beginnt aufs Neue. Geht es nach den Experten der Goethe Universität, tankt man zu diesen Zeiten am günstigen: 9-10 Uhr, 12-13 Uhr, 15-16 Uhr sowie 20-21 Uhr.

Sparen mit Internet, Navi oder App!

Generell sollten sich preisbewusste Autofahrer im Internet, im Navi oder per App darüber informieren, welche Tankstelle in der Umgebung die günstigsten Preise hat. Hilfe beim Spritsparen gibt es bei clever-tanken.de, beim Spritpreismonitor oder beim ADAC sowie in Navigationssystemen oder Apps für Smartphone, Tablet und Apple Watch. Wer sein Smartphone im Auto nutzt – sinnvollerweise über eine Handyhalterung (hier zehn im Test) – der findet die günstigste Zapfsäule auch per Spracheingabe. Wer beim Reisen auf günstigere Tankstellen ausweichen will, der sollte auf die oben erwähnte ADAC-Liste zurückgreifen und fürs Ausland daran denken: Deutlich billiger ist der Sprit in Österreich, Tschechien, Polen und Luxemburg – teurer dagegen in Dänemark, den Niederlanden und vor allem in Italien.
Autor: Christian Jeß