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Aktuelle Spritpreisentwicklung: Günstig tanken —

Spritpreis auf Vierjahreshoch

Die Zeiten, an denen Autofahrer freudig die Zapfsäule ansteuerten, scheinen vorerst vorbei. Sprit ist so teuer wie seit vier Jahren nicht mehr. So können Sie sparen!

(dpa/cj/mas) Das Preishoch an den Zapfsäulen in Deutschland hält an – und steigt sogar weiter. Laut ADAC kletterte der Tarif für einen Liter Super E10 in der zweiten Septemberwoche erstmals seit 2014 wieder auf 1,50 Euro pro Liter, 1,7 Cent mehr als noch in der Vorwoche. Der Verbraucherinformationsdienst clever-tanken.de (ein Beteiligungsunternehmen des Axel Springer Auto Verlags) ermittelte für den August mit durchschnittlich 1,46 Euro pro Liter ebenfalls ein Vierjahreshoch. Auch Diesel ist im Wochenvergleich wieder teurer: Um 1,9 Cent auf 1,339 Euro stieg laut ADAC der Preis pro Liter im bundesweiten Durchschnitt. Laut clever-tanken-Statistik war der Liter Diesel vergangene Woche am Sonntag, den 9. September 2018 in den 100 größten deutschen Städten mit 1,336 Euro am teuersten.

20 Cent pro Liter mehr seit April 2018

"Wir haben in den vergangenen vier, fünf Monaten einen Anstieg von rund 20 Cent zu verzeichnen. Diesel zum Beispiel kostete im April noch 1,15 Euro im Mittel, jetzt sind es 1,35 Euro. Und beim Benzin sieht es ähnlich aus", berichtet clever-tanken.de-Geschäftsführer Steffen Bock. Eine Umkehr dieses Trends sei derzeit nicht absehbar, aber auch nicht rational zu erklären: Der Rohölpreis ist zwar gestiegen, aber nicht besonders stark. Und die Ferienzeit ist auch vorbei. Es ist offenbar eine latente Unsicherheit am Markt", erklärt Bock.

Preisverhalten am Tag beobachten

Autofahrer sollten daher neben den teils großen Differenzen zwischen einzelnen Tankstellen auch das geänderte Preissetzungsverhalten im Tagesverlauf im Blick haben. Bock: "Die alte Regel, dass Tanken zu Pendlerzeiten günstig ist, gilt nicht mehr. Stattdessen setzt die Mineralölindustrie ihre Preise auch zu Stoßzeiten am Nachmittag hoch – und optimiert so ihre Margen." Nach den Beobachtungen des Experten ist Kraftstoff damit flächendeckend mittlerweile am teuersten zu diesen Zeiten: frühmorgens, mittags, am späten Nachmittag ab 17 Uhr und nachts. Günstig ist er hingegen vor allem in den Abendstunden zwischen 18 und 20 Uhr.

So können Sie beim Tanken sparen!

Generell sollten sich preisbewusste Autofahrer im Internet, im Navi oder per App informieren, welche Tankstelle in der Umgebung die günstigsten Preise hat. Wer beim Reisen auf günstigere Tankstellen ausweichen will: Eine Liste autobahnnaher Tankstellen gibt es beim ADAC. Deutlich billiger tanken Auslandsreisende übrigens in Österreich, Tschechien, Polen und Luxemburg – teurer ist es dagegen in Dänemark, den Niederlanden und vor allem in Italien.
Hilfe beim Spritsparen gibt es im Internet bei clever-tanken.de, dem Spritpreismonitor oder beim ADAC sowie in Navigationssystemen oder Apps für Smartphone, Tablet und Apple Watch. Wer sein Smartphone im Auto (sinnvollerweise über eine Handyhalterung (hier zehn im Test)) nutzt, findet die günstigste Zapfsäule der Umgebung dank einer Kooperation mit clever-tanken.de per Spracheingabe.
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