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Aktuelle Spritpreise: günstig tanken —

So sparen Sie zehn Euro beim Tanken

Neue ADAC-Spritpreisanalyse: Das Umfahren von Autobahntankstellen spart mehr als zehn Euro pro Tankvorgang. Hier gibt's noch mehr wertvolle Spartipps!

Erstaunlich: Trotz der zurückliegenden Sommerferien sind die durchschnittlichen Spritpreise im August 2019 den dritten Monat in Folge gefallen. Laut Verbraucherinformationsdienst clever-tanken.de (ein Beteiligungsunternehmen der Axel Springer Auto Verlag GmbH) kostete der Liter Super E10 im Schnitt 1,4049 Euro – rund vier Cent weniger als im Vormonat. Pro Liter Diesel zahlten Autofahrer im bundesweiten Mittel knapp 1,2342 Euro – und damit rund einen Cent weniger als im Juli. "Gegenüber Mai, dem bisher teuersten Tankmonat 2019, rutschte der Preis pro Liter Super E10 um etwa zehn Cent, pro Liter Diesel um sechs Cent. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat zeigte sich bei beiden Kraftstoffsorten ein deutliches Minus", sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von clever-tanken.

Zehn Minuten Umweg sparen zehn Euro

Reisende, die an einer Autobahntankstelle haltmachen, merken vom vermeintlich günstigen Sprit allerdings wenig. Im Gegenteil: Sie müssen weiter kräftig in die Tasche greifen. Der ADAC ermittelte in einer deutschlandweiten Preisanalyse (8. Juli bis 4. August 2019) an über 14.000 Tankstellen: Wer an Autobahnen tankt, zahlt im Durchschnitt gut 20 Cent je Liter mehr als an Zapfsäulen im übrigen Straßennetz – 21,4 Cent für einen Liter Super E10 und 23,8 Cent für einen Liter Diesel. Anders ausgedrückt: Clevere Reisende mit zehn Minuten Zeit und einem 50-Liter-Tank sparen beim Volltanken mit Superbenzin mehr mehr als zehn Euro, mit Diesel sogar fast zwölf Euro. Das gilt auch für Tankstellen im Umkreis von Autobahnausfahrten, obwohl die Spritpreise hier noch um gut zwei Cent höher liegen als im restlichen Straßennetz abseits der Schnellstraßen (eine ADAC-Liste mit autobahnnahen Tankstellen gibt es hier). Zwischen den einzelnen Wochentagen stellte der ADAC indes nur geringe Preisunterschiede fest.

Auf die richtige Uhrzeit achten

Ein weiterer Tipp zum Sparen an der Zapfsäule: auf die Uhr schauen! Die Kraftstoffpreise sind weiterhin generell morgens am höchsten und abends am niedrigsten. Aber: Es gibt immer mehr Preisschwankungen am Tag. Das deckte der ADAC im Mai 2019 auf. Damit, so der Automobilklub, versuchten die Mineralölkonzerne, ihren Gewinn anzukurbeln. Laut ADAC ist Kraftstoff morgens zwischen 6 und 8 Uhr am teuersten, am günstigsten ist er zwischen 18 und 22 Uhr. Dazwischen sorgen mittlerweile drei Spitzen für zusätzliche Bewegung an den Preistafeln, darunter eine zusätzliche am Vormittag. Nach Erkenntnissen von clever-tanken zapfen Autofahrer am günstigsten zwischen 8 und 10 Uhr, von 12 bis 13 Uhr sowie ab 18 Uhr abends. Aber, so Steffen Bock: "Ausnahmen bestätigen die Regel."

Sparen mit Internet, Navi oder App!

Generell sollten sich preisbewusste Autofahrer im Internet, im Navi oder per App darüber informieren, welche Tankstelle in der Umgebung die günstigsten Preise hat. Hilfe beim Spritsparen gibt es bei clever-tanken.de, beim Spritpreismonitor oder beim ADAC sowie in Navigationssystemen oder Apps für Smartphone, Tablet und Apple Watch. Wer sein Smartphone im Auto nutzt – sinnvollerweise über eine Handyhalterung (hier zehn im Test) – der findet die günstigste Zapfsäule auch per Spracheingabe. Wer beim Reisen auf günstigere Tankstellen ausweichen will, der sollte auf die oben erwähnte ADAC-Liste zurückgreifen und fürs Ausland daran denken: Deutlich billiger ist der Sprit in Österreich, Tschechien, Polen und Luxemburg – teurer dagegen in Dänemark, den Niederlanden und vor allem in Italien.
Autor: Christian Jeß