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Soko Autoposer: Fälle vom Wochenende —

Illegal getunte Mercedes-Modelle

Eine Mercedes S-Klasse mit Soundmodul, ein G 500 mit 107 dB und ein Corsa, der ebenfalls zu laut war: Das erlebte die "Soko Autoposer" am Wochenende!

(ots/rh) Am Wochenende hatte die sogenannte Soko Autoposer in Hamburg wieder ordentlich zu tun. Offensichtlich waren zahlreiche Modelle von Mercedes unter den illegal getunten Fahrzeugen. AUTO BILD zeigt die Sünden der Autoposer im Detail! Los geht's mit einem Mercedes-AMG S 63. Der Besatzung einer zivilen Streife der Kontrollgruppe Autoposer fiel der 525-PS-Benz auf, weil die Rad-Reifen-Kombination nicht zulässig war. Die Gummis ragten deutlich aus den Radkästen hervor. Der Sportwagen wurde zur Begutachtung durch einen Sachverständigen sichergestellt und zum Verwahrplatz gebracht. Gegen den 30-jährigen Fahrer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Mercedes S-Klasse mit Soundmodul

Im Stadtteil St. Pauli zeigte sich ein 24-Jähriger mit seinem Mercedes S 320 CDI (235 PS) risikobereit. "Durch diverse Gasstöße und kurze Intervalle der Maximalbeschleunigung" (O-Ton Polizei) sei das Fahrzeugheck mehrere Male ausgebrochen, untermalt von einem Höllenlärm. Nach eingehender Überprüfung kam heraus: Die Betriebserlaubnis der S-Klasse war erloschen, da ein unzulässiges Soundmodul mit künstlicher Geräuscherzeugung eingebaut war! Außerdem fiel den Polizeibeamten auf, dass genau dieses Fahrzeug bereits mehrfach der Kontrollgruppe Autoposer mit "rücksichtslosem und lärmposendem Fahrverhalten" gemeldet wurde. Anwohner hätten sich schon beschwert, dass der S 320 CDI ihre Nachtruhe beeinträchtigt habe. Das Auto wurde sichergestellt, abgeschleppt – und ist zunächst ein Fall für den Sachverständigen, dann für den Richter.

G 500 mit 107 dB zu laut

Ein Mercedes G 500 (296 PS) wurde von den Beamten dabei beobachtet, wie er eine Runde um den Wandsbeker Markt fuhr und bei jedem Anfahren unnötig stark beschleunigte. Dabei entstanden so laute Abgasgeräusche, dass Fußgänger zusammenzuckten und sich nach der "Gefahrenquelle" umsahen. Nachdem der 32-jährige Fahrer mit dem Geländewagen angehalten wurde, überprüften die Beamten das Auto auf seine Verkehrssicherheit. Ergebnis war eine unzulässige Rad-Reifen-Kombination in Verbindung mit Distanzringen. Bei einer Vergleichsmessung des eingetragenen Standgeräusches von 88 dB wurde außerdem ein Wert von 107 dB ermittelt – von Betriebserlaubnis keine Spur. Weiterfahrt und Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr wurden untersagt, die G-Klasse wure zur gutachterlichen Beweisführung und Dokumentation sichergestellt.

Soko Autoposer in Mannheim hielt zu lauten Corsa an

Auch Kleinwagen können als "Poser" mit dem Gesetz in Konflikt geraten: Polizisten der Mannheimer "Soko Autoposer" stoppte kürzlich zwei Autofahrer, die mit ihren kleinen Karren zu viel Lärm machten. Zum einen verwarnten die Beamten den 20-jährigen Fahrer eines aufgemotzten Fiat 500, der den kleinen Italiener mehrfach sehr stark und zu laut im Stadtgebiet beschleunigt hatte. Ebenfalls angehalten wurde ein 21-Jähriger, der mit seinem Opel Corsa deutlich zu schnell unterwegs war. Bei der Kontrolle stellten die Polizisten unerlaubtes Tuning fest: Der Corsa war über 90 Dezibel laut statt der erlaubten 84. Da damit die Betriebserlaubnis des Corsa erloschen war, wurde das Fahrzeug beschlagnahmt. Die Ermittlungen in beiden "Poser"-Fällen dauern an, teilte die Verkehrspolizei mit.
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