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Rekord auf dem Nürburgring: Bestzeiten —

Die Könige am Nürburgring

Wer ist der Schnellste am Nürburgring, fährt die beste Rundenzeit auf der Nordschleife? Der Porsche 919 Hybrid Evo ist der König, der Lamborghini Aventador SVJ das schnellste Serienauto. Die Rekordhalter der Grünen Hölle!

Mal ganz laut, mal abseits der Öffentlichkeit ringen die Autohersteller um die schnellste Zeit auf der Nordschleife. Und doch geht es immer um eines: Wer ist König der Grünen Hölle, wer legt die beste Rundenzeit auf dem Nürburgring hin? Offizielle Rekorde gibt es nicht, die Ring-Betreiber nehmen keine Zeiten. Daher messen die Hersteller selbst. Insofern ist kein Rekord offiziell – und lange sicher ist er nie, denn schnell ist das nächste Team auf Rekordjagd. Hier kommen die Rekordhalter aller Gattungen.

Lamborghini Aventador SVJ ist schnellstes Serienfahrzeug

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Kurz vor Marktstart hat Lamborghini nach eigenen Angaben den Rekord für Serienautos auf der Nordschleife geknackt. In 6.44,97 Minuten umrundete der Lamborghini Aventador SVJ die Grüne Hölle. Der Aventador SVJ kommt dank zahlreicher Leichtbau-Tricks auf ein Leistungsgewicht von 1,98 Kilo/PS. Seine aktive Aerodynamik beinhaltet Aero-Vectoring. Das Set-up wurde komplett überarbeitet, die Rekordfahrt bestritt der SVJ auf optionalen Pirelli-P-Zero-Trofeo-R-Reifen.

Porsche 919 Hybrid Evo ist der König der Nordschleife

5.19,55 Minuten! In Worten: Fünf Minuten, neunzehn Sekunden und 55 Hundertstel. Mit dieser Fabelzeit knackte Werksfahrer Timo Bernhard in einem Porsche 919 Hybrid Evo den 35 Jahre alten Rekord von Stefan Bellof (6.11,13 Minuten) und krönte sich und seinen Rennwagen am 29. Juni 2018 zum König des Nürburgrings. Schneller umrundete noch kein Fahrzeug die legendäre Nordschleife – der 919 Hybrid Evo ist mit weitem Abstand der schnellste Ringfahrer aller Zeiten.

Neuer GT3 RS erzielt Top-3-Zeit

Porsche bleibt am Nürburgring eine Macht: Der Sportwagenhersteller setzte zuletzt eine weitere Bestmarke. Der neue 911 GT3 RS bewältigte die Nordschleife in nur 6.56 Minuten und schob damit den Porsche 918 Spyder um einen Rang nach hinten. Er ist damit der sechste straßenzugelassene Sportwagen, der die Strecke in unter sieben Minuten absolvierte und der drittschnellste Porsche in diesem Vergleich. Im folgenden Video können Sie die Fahrt miterleben.

Die schnellsten Straßen-Fahrzeuge

Platz 1: Den Titel der schnellsten für die Straße zugelassenen Autos holt sich Lamborghini mit dem Aventador SVJ und 6.44, 97 Minuten. Dahinter reiht sich Porsche mit dem 911 GT2 RS ein, der eine Fabelzeit von 6.47,3 Minuten auf den Asphalt brannte. Mit Platz 3 muss sich der Lamborghini Huracán Performante begnügen. Die Speerspitze der Huracán-Baureihe absolvierte die 20 Kilometer lange Strecke in 6.52 Minuten. Platz 4 belegt wieder ein Fabrikat aus Zuffenhausen. Der Porsche 911 GT3 RS erfuhr mit seinen 520 PS eine Zeit von 6.56 Minuten. Nachfolgend die Top-10-Zeiten für straßenzugelassene Supersportler:
Platz 5: Porsche 918 Spyder – 6.57 Minuten                                                                                 Platz 6: Lamborghini Aventador SV – 6.59 Minuten
Platz 7:
Dodge Viper ACR – 7.01 Minuten
Platz 8: Nissan GT-R Nismo – 7.08 Minuten
Platz 9: Mercedes-AMG GT R – 7.10 Minuten
Platz 10: Gumpert Apollo – 7.11 Minuten

Die schnellsten Elektro-Renner

Dem E-Auto gehört die Zukunft, das scheint klar. Wem das nicht gefällt, der sollte sich den Rekord des NIO EP9 vergegenwärtigen: Der rund 1,3 Millionen Euro teure und 1260 Elektro-PS starke Renner aus China beschleunigt in sieben Sekunden auf Tempo 200 und absolvierte seine Runde auf dem Ring in 6.45 Minuten. Damit ist der Nio dort das zweitschnellste Auto überhaupt!

Die schnellsten Hybride

Seit dem 29. Juni 2018 ist der schnellste Hybrid auch der König vom Nürburgring. Der Porsche 919 Hybrid Evo brannte eine Zeit von 5.19,55 Minuten in den Asphalt und schlug damit die Konkurrenz um Längen. Zuvor war der 986 PS starke McLaren P1 LM (5 Exemplare weltweit) das schnellste Hybrid-Fahrzeug auf der Nordschleife mit einer Zeit von 6.43 Minuten.

Die schnellsten Limousinen

Den Titel "schnellste Limousine" reklamiert der Jaguar XE SV Project 8 für sich. Der optisch mehr als auffällige Brite ist ein auf 300 Exemplare limitiertes Sondermodell des XE und kommt mit einem 600 PS starken Fünfliter-V8. Seine Zeit: 7.21,23 Minuten. Damit landet der Alfa Romeo Giulia QV mit 7.32 Minuten nur noch auf dem zweiten Platz. Dicht dahinter folgt der 460 PS starke und limitierte BMW M3 CS, der für eine Runde 7.39 Minuten braucht. Mit über zehn Sekunden Abstand sichert sich der Volvo V60 Polestar Platz 4. Er umrundet die Nordschleife in 7.51 Minuten. Der Subaru WRX STI Type RA NBR Special ist zwar eine Limousine, fällt aber durch seine extremen Umbauten durchs Raster. Der mit Rallye-Motor und aktiver Aerodynamik ausgestattete Japaner flog in 6.57 Minuten regelrecht über die Nordschleife.

Die schnellsten Fronttriebler

Der neue Civic Type R rasiert die Curbs der Nordschleife mit seinen 310 PS in 7.43 Minuten. Dicht dahinter, mit nur vier Sekunden Abstand, reiht sich der VW Golf GTI Clubsport mit 7.47 Minuten ein. Einer der Anwärter auf den Titel "schnellster Fronttriebler" ist der neue Renault Megané RS, der aus 1,8-Litern Hubraum 280 PS zieht und dank Allradlenkung den Honda entthronen soll.

Die schnellsten SUVs

Das schnellste SUV ist aktuell der Alfa Romeo Stelvio QV, der mit 510 PS die rund 20 Kilometer lange Runde in 7.57 Minuten absolvierte. Den zweiten Platz sichert sich der Porsche Cayenne Turbo S (92A) mit 7.59 Minuten. Deutlich abgeschlagen dahinter liegt der Range Rover SVR mit 8.14 Minuten. Wie lange der Rekord hält, bleibt abzuwarten, denn der Lamborghini Urus steht in den Startlöchern und will sich den Titel holen. Ein weiterer Konkurrent ist sicher auch der neue Porsche Cayenne Turbo S, der wie der aktuelle GT3 nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100 braucht.

Die schnellsten Gespanne

Nicht ein Porsche, sondern gleich zwei haben nach eigenen Angaben den jüngsten Rekord in der Grünen Hölle aufgestellt: Ein Porsche Panamera Sport Turismo Turbo mit einem Anhänger von Moetefindt Fahrzeugbau schaffte laut einem Youtube-Video des Trailer-Herstellers die Runde in 12:06 Minuten! Im Hänger: ein Porsche Junior, der charmante Oldie-Trecker. Dass der in seinem Kasten bei der halsbrecherischen Fahrt nicht ins Grüne absegelte, ist dem hervorragenden Fahrer zu verdanken. Hinterm Steuer saß Rennfahrer Patrick Simon, einer der "drei schnellsten Brüder Deutschlands", der 2011 bereits in Le Mans den 1. Gesamtrang holte.

Nordschleife: Länge, Touristenfahrten, Preise

Neben Profis mit Werks-Prototypen oder Rennwagen können auch Privatfahrer die Nordschleife des Nürburgrings unter die Räder nehmen. Im Rahmen der Touristenfahrten darf die legendäre Strecke mit dem eigenen Fahrzeug bezwungen werden. Infos dazu sowie Preise finden Sie hier.
Autoren: Christian Jeß, Lars Hänsch-Petersen, Christoph Richter