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Rallye Dakar: Fahrer und Teams —

Sébastien Loeb als Privatfahrer

Der neunmalige Rallye-Weltmeister hat anscheinend noch eine Rechnung mit der härtesteten Wüsten-Rallye der Welt offen.

Am vergangenen Wochenende, nach seinem Überraschungssieg bei der Rallye Spanien, mauerte Sébastien Loeb (44) noch. „Habe ich keine Zeit“, lautete seine kryptische Antwort auf die Frage, ob er denn beim Saisonauftakt 2019 bei der Rallye Monte Carlo WM-Sieg Nummer 80 jagen würde. Jetzt hat der neunmalige Rallye-Weltmeister die Katze aus dem Sack gelassen – er bestreitet stattdessen die Rallye Dakar in Peru! Und zwar als Privatfahrer in einem Peugeot-Buggy.
Loebs sensationeller Spanien-Sieg: Hier klicken
„Ich war in meiner Karriere fast immer Favorit. Bei der Rallye Dakar ist das anders. Deswegen reizt mich diese Herausforderung“, begründete der Franzose. Dreimal war er gemeinsam mit Stammbeifahrer Daniel Elena (46) bei der härtesten Wüsten-Rallye der Welt am Start. Die beste Platzierung war Rang zwei im Januar 2017.
Nach dem Rückzug des Peugeot-Werksteams – 2018 Dreifachsieger – wechselten Loebs bisherige Teamkollegen Stéphane Peterhansel (53), Carlos Sainz (56) und Cyril Despres (44) geschlossen zum deutschen X-Raid-Team, das die Marke Mini vertritt. „Gegen diese drei wird es sicherlich schwer, auch weil wir praktisch keine Zeit für die Vorbereitung haben“, weiß Loeb.
Sein 2017er Peugeot wird vom belgischen Team PH Sport eingesetzt. Die 2018er Autos sind bei der bevorstehenden Dakar nicht zugelassen, weil sie zu breit sind. „Aber wir werden den 2018er Motor bekommen“, hofft Loeb. 
Die Rallye Dakar 2019 (Start 6. Januar, Ziel 17. Januar) findet erstmals ausschließlich in Peru statt. Etwa 70 Prozent der Strecke führt durch Dünen und tiefen Sand. „Damit habe ich kein Problem. Für Daniel wird die Navigation allerdings schwierig“, sagt Loeb. „Wir dürfen halt nicht steckenbleiben.“
Autor: Christian Schön