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Porsche Taycan (2019): Preis, Reichweite, Erlkönig, Batterie —

Erste Infos zum Porsche Taycan

2019 geht der erste Elektro-Porsche unter dem Namen Taycan und mit über 600 PS an den Start. Nun gibt es ein erstes Teaservideo zur Serienversion.

Vorstellung: Elektro-Porsche heißt Taycan

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Porsche hat ein neues Teaservideo zum Taycan veröffentlicht. Darin sind erste Bilder vom Taycan zu sehen, die die Umrisse und die Lichtsignatur des Elektro-Sportlers zeigen. Dabei fällt auf, dass Porsche anscheinend an den Leuchteinheiten der Studie Mission E festhält.. Obwohl der Taycan erst 2019 auf den Markt kommen soll, hat Porsche bereits eine Online-Plattform gestartet, die das Laden vereinfachen soll. Der Porsche Charging Service steht nicht nur Porschefahrern zur Verfügung, sondern soll ein Angebot für alle Fahrer von Elektroautos und Plug-in-Hybriden sein. Bezahlt wird nicht einzeln an jeder Ladesäule, sondern über in der App hinterlegte Kundendaten. Pro Monat kostet der Service allerdings 2,50 Euro. Der Name Taycan stammt aus dem orientalischen Sprachraum und bedeutet sinngemäß "lebhaftes, junges Pferd" – ein Verweis auf das Porsche-Logo, in dessen Mitte ein springendes Pferd zu sehen ist. Beim Außendesign orientiert sich Porsche offenbar recht nah an der 2015 vorgestellten Studie Mission E, das zeigen Fotos der AUTO BILD-Erlkönigjäger. Die gegenläufig öffnenden Türen der Studie sind anscheinend Geschichte, auch verfügt der Erlkönig über eine klassische B-Säule. Die Rückleuchten mit dem von Panamera und Cayenne bekannten durchgehenden Leuchtband wurden von der früheren Studie übernommen. Sie sind verhältnismäßig schmal und mit separaten LED-Einheiten ausgestattet. Die Auspuffblenden in der hinteren Stoßstange des Erlkönigs dienen nur der Täuschung. Bei flüchtiger Betrachtung soll nichts auf einen vollelektrischen Porsche mit über 600 PS hinweisen. Schon der Einstiegspreis dürfte bei über 100.000 Euro liegen.

Innenraum: Viel Platz dank fehlendem Getriebetunnel

Die Studie zeigt: Auf einen Getriebetunnel mussten die Designer bei der Innenraumgestaltung keine Rücksicht nehmen – Elektroantrieb sei Dank. Die Batterien hat Porsche unter der Fahrgastzelle auf ganzer Länge zwischen den Achsen platziert. Die Insassen sitzen auf vier Einzelsitzen, deren Formgebung sich an Rennschalen orientiert. Die Bedienung des Concepts geschieht über Blick- und Gestensteuerung sowie über Hologramme. Infotainment, Navigation, Klimaanlage und Fahrzeugeinstellungen lassen sich über Apps anwählen – dafür steht auch, im Gegensatz zur Gestensteuerung fast schon traditionell, ein Touchscreen in der Mittelkonsole zur Verfügung. Eine Kamera überwacht die Blickrichtung und die Körperhaltung des Fahrers. Mit diesen Daten richtet das Auto die 3D-Darstellung der Instrumente auf das Sichtfeld des Fahrers aus.

Fahren: Mehr als 250 km/h sind nicht möglich

AUTO BILD ist das Showcar Mission E bereits gefahren. Im Mikrokosmos des Mission E gelten ganz andere Gesetze als bei den üblichen Verbrennern. Carven und gleiten, nie räubern und hetzen, das ist sein Ding. Leise statt laut, dezent statt extrovertiert, verbindlich statt polarisierend. Und bei 250 km/h legt der Mission E ein Veto ein. Warum? Weil sonst ungesund hohe Temperaturen und unangenehm kurze Reichweiten drohen. Doch anders als der stärkste Tesla Model S gibt der Porsche auch bei der zehnten Beschleunigungsübung noch sein Bestes, flüchten sich die Batterien nicht vorzeitig in den Schleichmodus, hält der Wagen bei durchgetretenem Gaspedal das Tempo.
Das Chassis beherrscht schon recht überzeugend den Tiefflug dicht über der Bahn, die agile Lenkung findet auf Anhieb den Mittelweg zwischen wortkarg und geschwätzig, den Beißreflex hat sich die Bremse vom Weißen Hai abgeguckt. Das überfallartige Drehmoment verleiht dem Begriff Vortrieb eine ganz neue Bedeutung, der in den Untiefen des Hecks kauernde Elektromotor schiebt an, als hätten wir nicht hoch und heilig versprochen, spätestens bei 80 km/h vom Gas zu gehen. 

Technische Daten und Preis: 600 PS im Taycan

Zwei Elektromotoren erzeugen über 600 PS (440 kW). Wenn der Taycan 2019 in Serie geht, wird 800-Volt-Technik zum Einsatz kommen. Mit ihr lässt sich laut Porsche die Ladezeit drastisch senken: Für eine 80-prozentige Ladung (400 Kilometer Reichweite) muss der Wagen lediglich 15 Minuten ans Stromnetz gehängt werden – einen 800-Volt-Anschluss vorausgesetzt. Zwei E-Motoren, ähnlich denen im Le Mans-Sieger 919 Hybrid, sorgen im E-Porsche für den Vortrieb. Die Leistung wird per bedarfsgesteuertem Allradantrieb mit Torque Vectoring auf die Straße gebracht. Für das Topmodell gibt Porsche eine Zeit von 3,5 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h an. In weniger als zwölf Sekunden soll der Taycan aus dem Stand auf 200 km/h beschleunigen. Auf der Nordschleife unterbiete er die Acht-Minuten-Marke, so Porsche. Womöglich bringt Porsche zu einem späteren Zeitpunkt sogar ein Einstiegsmodell mit reinem Hinterradantrieb. Zudem soll der Viersitzer einen entscheidenden Vorteil gegenüber Hauptkonkurrent Tesla haben: Gegenüber automobilemag.com hat ein nicht direkt an der Entwicklung beteiligter Ingenieur verraten, was der E-Porsche besser können soll als sein wohl größter Gegner, der Tesla Model S. Demnach soll der Taycan wieder und wieder hart beschleunigt werden können, ohne dass die Batterie oder das System überhitzen. AUTO BILD geht davon aus, dass selbst das Einstiegsmodell des Taycan mindestens 100.000 Euro kosten wird.
Autoren: Peter R. Fischer, Jan Götze, Andreas Huber, Georg Kacher