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Mini E (2019): Elektroauto, Erlkönig, Vorschau —

Mini setzt den Dreitürer unter Strom

Mini zeigte mit dem "Mini Electric Concept" auf der IAA 2017 eine Elektro-Studie. Jetzt gibt es erste Designskizzen des Serienmodells.

Mini zeigt erste Designskizzen des ersten voll elektrischen Autos der Marke. Zum einen ist der neue Grill zu sehen, der seine typische Form behält, aber – um den Luftwiderstand zu senken – komplett geschlossen ist. Eine gelbe Zierspange mit E-Emblem ziert die schwarze Fläche des Grills. Die andere Skizze zeigt das Felgendesign des E-Minis. Das futuristische Design mit vier Speichen wurde fast eins zu eins von der Studie übernommen. Das neue Elektroauto will Mini 2019 auf den Markt bringen.

Erwischt! Ein getarnter Mini E-Erlkönig

Zuvor sind bereits die ersten Erlkönigbilder vom Mini E aufgetaucht: Zwar handelt es sich beim gesichteten Fahrzeug noch um ein Muletto, also einen reinen Technologieträger mit schon bekanntem Blechkleid. Trotzdem sind Front-, Seiten und Heckpartie mit Tarnfolie überzogen.
Auffällig sind der geschlossene Kühlergrill und der fehlende Auspuff, die den Mini unweigerlich als reines E-Auto enttarnen. Außerdem ist dank der Rückleuchten auch zu erkennen, dass Mini für die Testfahrten auf das erst kürzlich vorgestellte Facelift des Dreitürers zurückgreift. Die Basis für den Antrieb stellt der BMW i3 zur Verfügung. Gebaut werden sollen Drei- und Fünftürer ab 2023 übrigens gemeinsam mit dem China-Autobauer Great Wall: BMW kümmert sich dann um die Technik, die Chinesen sorgen für eine günstige Produktion. Dass dabei das Cabrio auf der Strecke bleibt, müssen Oben-ohne-Fans hinnehmen.

Die Studie gibt Ausblick auf Design und Technik

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Bereits mit dem "Mini Electric Concept" gab Mini auf der IAA 2017 in Frankfurt einen Ausblick darauf, wie ein kommendes E-Fahrzeug der Marke aussehen könnte. Das seriennahe Konzept ist das zweite vollelektrische Modell der Marke. Erste Schritte in diese Richtung unternahm Mini schon im Jahr 2008 mit dem Mini E. Der E-Mini war das erste elektrische Fahrzeug der gesamten BMW-Gruppe und ein Wegbereiter für aktuelle BMW i-Modelle. Das neue Konzept basiert auf dem aktuellen Mini-Dreitürer. Optisch ist die Verwandtschaft sofort erkennbar. Die grundlegende Linienführung ist mit dem herkömmlichen Modell nahezu identisch.

Designelemente, die das Elektro-Thema unterstreichen

Der hexagonale Kühlergrill wird durch eine Blende mit Mini E-Logo ersetzt, die vorderen Lufteinlässe fehlen, dafür erhält die Stoßstange eine Art Splitter. Die Scheinwerfer sind deutlich als Mini-Scheinwerfer zu erkennen, bekommen aber eine futuristische LED-Leuchtgrafik. An der Seite fallen als Erstes die zum Teil 3D-gedruckten, dunklen 19-Zoll-Felgen auf. Auch die Außenspiegel haben beim Konzept wenig mit der Serie gemeinsam. Sie sind in "Striking Yellow", der Kontrastfarbe bei Mini für E-Autos, gehalten und rechteckig in ihrer Form. Das Heck zeigt LED-Leuchten im "Union Jack"-Style. Auch hier finden sich 3D-gedruckte Elemente im unteren Teil der Stoßstange. Die Farbe des Strom-Minis ist besonders. Der Kleine ist primär in Silber lackiert, zeigt aber immer wieder gelbe Details. Das Dach erhält einen Farbverlauf von weiß auf gelb.

Technische Details der Serienversion

Zu den technischen Details halten sich die Briten noch bedeckt. Der Blick auf das Datenblatt verrät aber: Hier hatte Konzernmutter BMW ihre Finger im Spiel. Bekannt ist, dass das Konzept etwas mehr Leistung (130 kW/177 PS), dafür aber die gleiche Endgeschwindigkeit (150 km/h) und Reichweite (300 km) hat wie ein aktueller BMW i3. Das überrascht nicht, immerhin ist selbst der i3 mit seinen umgerechnet 170 PS für den Stadteinsatz mehr als ausreichend motorisiert, eine Neuentwicklung liegt daher eher fern. Außerdem greift Mini anscheinend auf die bisherigen Batterien (94 Ah) des BMW i3 zurück. Fraglich ist nur, ob der elektrische Mini den BMW-Antrieb als Front- oder Hinterradantrieb nutzt. Da es sich um einen Mini handelt, darf spekuliert werden, dass das Serienfahrzeug preislich etwas unterhalb des BMW i3 angesiedelt sein wird.
Autoren: Andreas Huber, Katharina Berndt