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Mini Facelift (2018): Test, Dreitürer, Cabrio, Motor —

Mini-Facelift für den Mini

Optisch ändert sich beim Mini Facelift wenig, dafür wird bei Vernetzung und Motor-Getriebe-Kombinationen nachgelegt. Erster Check!

Vorstellung: Kleine optische Änderungen für den Mini

Mini Drei-/Fünftürer und Cabrio bekommen nach vier Jahren ein Facelift – und das fällt optisch allerdings auch ganz schön mini aus. Das Highlight sind die LED-Rückleuchten im Union-Jack-Design, die richtig gut aussehen und perfekt zum kleinen Briten passen. Ganz neu ist der Union-Jack-Style allerdings nicht, denn bereits 2014 haben wir die Leuchten am Mini Superleggera Vision gesehen. An der Designstudie waren sie damals allerdings noch horizontal montiert. Vier Jahre später schaffen sie es vertikal in Serie, kosten aber Aufpreis und sind nur in Verbindung mit LED-Scheinwerfern zu haben. Die dazugehörigen Tagfahrlichter haben jetzt ein durchgängig rundes Tagfahrlicht, das gleichzeitig den Blinker beherbergt. Pünktlich zum Marktstart im Frühjahr 2018 startet die Marke das völlig neue Individualisierungsprogramm "Mini Yours Customised", über das Mini-Fahrer verschiedene Zierteile designen können. Zu den Preisen macht Mini bisher noch keine Angaben. Aktuell startet der Dreitürer als One First mit 75 PS bei 16.400 Euro, während der Fünftürer mit der gleichen Motorisierung bei 17.350 Euro beginnt. Der Einstiegspreis des Mini One Cabrio mit 102 PS liegt bisher bei 22.500 Euro. AUTO BILD geht davon aus, dass das Mini-Facelift ein paar Hundert Euro teurer wird. Zu sehen ist das Facelift auf dem Autosalon in Genf (8. bis 18. März 2018).

Innenraum: Neues zweidimensionales Markenlogo

Spätestens im Innenraum dürfte Mini-Fans das neue zweidimensionale Logo im sogenannten "Flat-Design" auffallen. Das vereinfachte Logo findet sich nicht nur am leicht veränderten Dreispeichen-Lenkrad, sondern auch im Zentralinstrument und auf dem Schlüssel wieder. Die Sitzposition im Mini ist unverändert gut, und die Materialien sind top! Kleine Details wie der Fahrmodi-Kippschalter, der jetzt rechts neben dem Start-Schalter sitzt, oder die digitale Tankanzeige neben dem Tacho werden nur Mini-Profis erkennen. Diese Features kamen übrigens schon bei späten Vorfacelift-Modellen ab Juli 2017 zum Einsatz. Eine Etage tiefer sticht im Cabrio der etwas klobig wirkende Automatikhebel ins Auge: ein Hinweis auf die neuen Motor-Getriebe-Kombinationen. Mit dem Facelift setzen die Briten ab sofort auf ein Doppelkupplungsgetriebe, das die alte Wandlerautomatik ablöst. Rein optisch wirkt der Schaltknauf der Handschaltung jetzt eleganter. Die Dekorleiste auf der Beifahrerseite lässt sich beim Facelift im Rahmen des Mini Yours Customised-Programms individualisieren und indirekt beleuchten. Das ist zwar nur ein kleines Detail, dürfte aber einen Großteil der Mini-Kunden freuen – die sind schließlich immer auf der Suche nach noch mehr Individualität.

Ausstattung: Neues Level der Individualisierung

Serienmäßig wird das Mini-Facelift mit Halogen-Scheinwerfern ausgeliefert. Gegen Aufpreis gibt es LED-Scheinwerfer (auf Wunsch sogar adaptiv). Die sind Pflicht für alle, die die neuen "Union-Jack-Rückleuchten" haben wollen, da es Rückleuchten und Scheinwerfer nur in Kombination gibt. Das automatisierte Fernlicht mit Matrix-Technik checkt per Kamera den Verkehr und blendet bei Bedarf automatisch ab. Ebenfalls serienmäßig ist das Audiosystem mit 6,5-Zoll-Farbdisplay und Bluetooth-Anbindung. Das große Navi – erstmals mit Touchscreen – ist ein Extra. Für das Mini Facelift gibt es außerdem die drei zusätzlichen Außenfarben "Emerald Grey metallic", "Starlight Blue metallic" und "Solaris Orange metallic", neue 17-Zoll-Felgen, schwarze Zierteile innen und außen (Option Piano Black) und das neue zweidimensionales Mini-Logo. Im Innenraum wird die neue Lederausstattung "Malt Brown" angeboten. Für alle Mini-Fans, die auf Individualisierung stehen, haben die Briten noch ein Ass im Ärmel: das Mini Yours Customised-Programm. Nach Spiegelkappen, Zierstreifen und Ausstattungspaketen können die Kunden ab 2018 ihre eigenen Zierteile direkt bei Mini designen und bestellen. So können Seitenblinkereinleger, Dekor- und Einstiegsleisten oder LED-Türprojektoren mit dem Namen des Partners, der Lieblingsmannschaft oder der eigenen Unterschrift individualisiert werden. Und das funktioniert ganz einfach: über einen speziellen Onlineshop werden die Teile designt und bestellt, ein Computer checkt dabei automatisch, dass keine verbotenen Wörter oder Symbole ausgewählt werden. Nicht, dass nachher noch ein Mini mit Mercedes-Schriftzug rumfährt. Die fertigen Teile kommen aus dem 3D-Drucker und werden an den Kunden geschickt. Mini verspricht, dass die Teile kinderleicht und ohne Werkstattbesuch montiert werden können. Klingt nach einem neuen Level der Individualisierung, das durchaus zur Marke Mini passen könnte.

Connectivity: Facelift mit induktivem Laden, Apple Carplay und mehr

Bei der Konnektivität hat Mini noch mal nachgelegt: Der Mini kann jetzt induktives Laden, Apple CarPlay, Echtzeitverkehr, Concierge-Service und mehr. Das Navi versorgt sich über die Mobilfunkverbindung automatisch mit Kartenupdates – clever! Über die sogenannte "Sent to Car"-Funktion können Mini-Fahrer sich Informationen wie die Parkposition oder den Tankinhalt direkt auf aufs Smartphone schicken lassen. Außerdem lassen sich Features wie Lichthupe und Lüftung per Smartphone bedienen. Eine weitere Neuerung ist "Mini Find Mate". Dabei handelt es sich um Tags, die sich an Gegenständen wie Taschen oder Schlüsseln befestigen lassen, um diese leichter orten zu können.

Motoren: Doppelkupplungsgetriebe statt Wandlerautomatik

Ab 2018 wird im Mini-Facelift statt eines Sechsgangwandlers in den Versionen One, Cooper, Cooper S und Cooper D gegen Aufpreis ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen verbaut. Der Cooper SD setzt mit dem Facelift sogar auf einen Achtgang-Doppelkuppler. Das Motorenangebot für Drei-/Fünftürer reicht weiterhin vom Mini One First mit 75 PS bis zum Cooper S mit 192 PS (Cabrio von 102 PS bis 192 PS). Den Mini JCW wird es zum Marktstart des Facelift im Frühjahr 2018 noch nicht geben. Der Hubraum der Dreizylindermotoren im Mini One First und Mini One wurde von 1,2 Litern auf 1,5 Liter erhöht. Außerdem verspricht Mini, dass alle Motoren in den Bereichen Ölversorgung, Ansaugung, ECU und Kühlung überarbeitet wurden. Die Resultate: zehn Nm mehr Drehmoment bei den Dreizylindern (Mini One First und Mini One) und bis zu fünf Prozent weniger Verbrauch. Die PS-Leistung bleibt bei allen Motoren gleich.
Autor: Jan Götze