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Krasse Retro-Umbauten —

Traumhafter Fiat 500 als Strandauto

Als tolles Showcar fährt der berühmte Fiat 500 "Jolly" in die heutige Zeit. AUTO BILD zeigt den Sommerflitzer "Spiaggina" und weitere krasse Umbauten!

Mit einer traumhaften Studie belebt der "Spiaggina by Garage Italia" den Mythos des Fiat 500 "Jolly", der vor 60 Jahren erstmals die Strände befuhr. Dem Urenkel des Fiat Cinquecento strichen das italienische Designstudio komplett das Verdeck und installierten statt Kofferraum eine Liege-Plattform. Die Vordersitze wurden durch eine maßgefertigte Sitzbank in hellem Leder ersetzt. Das Auto ist in traditionellen Farben gehalten. Hellblau dominiert, dazu kommen weiße Applikationen im oberen Bereich des Spiaggina. Zudem sind die 16-Zoll-Räder in Weiß und Chrom gehalten. Das Traumauto für den Strand gibt es bislang nur als Studie, soll aber laut den Italienern bald Realität werden.

Frankenstein-Auto aus Down Under

Zwei Nissan Skyline und drei australische Holden bilden die Basis für dieses spektakuläre Showcar: Ein Schrauber-Pärchen aus Australien baute Frankensteins Traumauto! Am bizarren, grün-goldenen fällt die eigentümliche Front auf. Dort ragen die Heckflossen zweier Holden-Limousinen aus den frühen Sechzigern in den Wind, das Heck schließt mit einer Holden-Motorhaube ab. Vorbild für das Frankenstein-Auto war die Zeichnung in einer Oldtimerzeitschrift. Die Technik inklusive Fünfliter-V8 steuerte ein entfernt mit dem Opel Omega verwandter Holden Calais bei. Die Scheinwerfer sind von Fiat, der Tankdeckel von Mazda und der Motorhaubenverschluss von einem VW Golf. Ziel der beiden Blechkünstler war es, ein noch nie da gewesenes Auto zu bauen. Der Lohn der Bemühungen: Das Auto wurde 2017 mit dem angesehenen MotorEx-Grand-Master-Preis ausgezeichnet.

Einzigartiges Mercedes-Coupé von Pininfarina

Als Sonderanfertigung für einen Großunternehmer aus Holland baute Pininfarina vor fast fünf Jahrzehnten ein mondänes Coupé auf der Bodengruppe des Mercedes 300 SEL 6.3. Der Mann mochte die Technik der deutschen Luxuslimousine, nicht aber ihre Linie. Mit seinem Auftrag an die italienische Design- und Karosseriebaufirma schrieb er ein kleines Kapitel Automobilgeschichte. 1970 stellte Pininfarina das mondäne Coupé auf der Plattform der Luxuslimousine fertig. Mehr als 400.000 Gulden soll der Auftrag verschlungen haben. Spur und Radstand blieben auf dem Weg von der Limousine zum Coupé unverändert, daher ist das Auto fast fünf Meter lang. A- und C-Säulen rückte Pininfarina zur Wagenmitte, verlängerte Motor- und Kofferraumhaube. Die abgerundeten Kanten der Bracq-Karosserie ersetzte man durch scharf gezeichnete. Das Auto blieb ein Einzelstück – und doch sind seine Linien bekannt. Im Mercedes-Kleid ließ Pininfarina erstmals jene Coupé-Form auf die Straße rollen, die fünf Jahre später bei Rolls-Royce unter dem Namen Camargue auftauchte.
Autoren: Frank Rosin, Maike Schade, Henning Hinze, Lars Hänsch-Petersen