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Formel 1: Vettel über Schumacher —

Diese Fragen hätte Vettel an Schumi

Sebastian Vettel spricht in AUTO BILD MOTORSPORT über Michael Schumacher. Er würde sich von ihm gerne Tipps abholen.

+++ 20. September: Der Druck bei Ferrari ist anders, als in anderen Teams. Das hat auch Sebastian Vettel mittlerweile erkannt. Deshalb sehnt er sich nach Michael Schumacher als Berater: „Wenn er gesund wäre, würde ich ihn nach vielen Dingen fragen“, erklärt der viermalige Weltmeister in der neuen Ausgabe von AUTO BILD MOTORSPORT. „Nicht unbedingt, wie ich zu fahren habe. Sonden nach Dingen, die sich hinter den Kulissen abspielen. Nach der Zusammenarbeit im Team, der Politik in der F1. Da hat er ja viel Erfahrung aus seiner Zeit mit Ferrari.“
+++ 13. September: Fünf WM-Titel in Folge mit demselben Team – Michael Schumachers Erfolgsära mit Ferrari von 2000 bis 2004 ist einzigartig. Einer, der den Deutschen damals bei Ferrari begleitet hat, ist Ex-Rennleiter Stefano Domenicali. Im Formel-1-Podcast „Beyond the grid“ erinnert sich der Italiener: „Du hast sehr schnell verstanden, wie anders er im Vergleich zu den anderen war – in der Art, wie er gearbeitet hat und, natürlich, vom Talent her. Er war zu Beginn etwas kühl, weil er von einer anderen Mentalität kam. Aber die Beziehung wuchs Tag für Tag.“ Domenicali erklärt, was Schumi so besonders machte: „Es war die Fähigkeit, die Augen zu schließen und Schritt für Schritt nachzudenken, wie er als Fahrer und als Team sein Level verbessern kann. Das war das beeindruckendste, was ich gesehen habe, als ich mit ihm zusammengearbeitet habe. Er war mehr als nur ein Fahrer. Er hat verstanden, dass die Rolle mehr ist als nur das.“
+++ 11. September: Legende lobt Legende. Fernando Alonso hat mit „BBC“ über Rekordweltmeister Michael Schumacher gesprochen. Für den Spanier war der siebenmalige Champion der „schwerste Gegner“. Der genaue Wortlaut: „Es bedeutet mir viel, dass ich meine zwei Titel gewonnen habe, als Michael noch gefahren ist. Michael war unaufhaltsam“, erinnert sich Alonso, der sich 2005 und 2006 im Renault gegen Schumacher (damals im Ferrari) im Titelkampf durchgesetzt hat.
„Gegen ihn zu kämpfen war deshalb so schwer, weil er an einem guten Tag mit einem guten Auto schlichtweg unschlagbar war. Und an einem schlechten Tag mit einem schlechten Auto war er immer noch gut. Er ist etwas Besonderes.“
+++ 22. August 2018: Mark Webber ist gegen sie alle gefahren: Die drei deutschen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, Sebastian Vettel und Nico Rosberg. Von den beiden letzteren war Webber sogar Teamkollege (2006 bei Williams mit Rosberg, 2009-2013 bei Red Bull mit Vettel). Im offiziellen F1-Podcast „Beyond the Grid“ vergleicht der Aussie die drei deutschen F1-Schwergewichte. Und stellt fest, dass sie unterschiedlicher kaum hätten sein können.
Rekordchampion Schumacher bezeichnet Webber dabei als „paranoiden Perfektionisten“ - und bringt unter anderem Schumis skandalöses Parkmanöver beim Monaco-Quali 2006 als Beispiel. Zwei Wochen nach dem Vorfall hätte er Schumacher selbst darauf angesprochen, der Deutsche sich jedoch nicht für die Aktion rechtfertigen können.
Webber glaubt daher, dass Schumacher damals nicht nach Plan sondern im Affekt handelte: „Er hatte spezielle Qualitäten, aber manchmal sind ihm alle Sicherungen durchgebrannt, wenn er den Helm auf hatte.“
Rosberg attestierte Webber hingegen vor allem zu Beginn seiner F1-Karriere einen „zu selbstkritischen“ Ansatz, der seinem Glauben an sich selbst schadete. Erst später im Duell mit Lewis Hamilton hätte Rosberg laut Meinung Webbers seinen Ehrgeiz entdeckt und anschließend „wahnsinnige persönliche Opfer“ gebracht, um den Briten 2016 im Titelkampf schließlich niederzuringen.
Vettel, mit dem Webber bei Red Bull zeitweise ein vergiftetes Verhältnis hatte, bezeichnet der Australier indes als „kreativ“, jedoch mit einer geringen Frustrationsgrenze, die oftmals „Anflüge von Ausrastern“ nach sich zog, wenn es mal nicht lief wie geplant. Ging jedoch alles glatt, habe Vettel die Rennen von der Pole aus mühelos dominiert. „Da war er einfach eine Granate“, lobt Webber.
+++ 15. August 2018: 2017 wurde Felipe Massa aus der Formel-1-Rente zurückgeholt – um den jungen Lance Stroll an die Formel 1 heranzuführen. „Er war viel zu langsam und hatte Probleme zu verstehen, wie ein Formel-1-Auto oder Reifen funktionieren. Ich habe ihn auf einer Art und Weise geholfen, wie es niemand zuvor für einen Fahrer gemacht hat“, enthüllt der Brasilianer gegenüber dem TV-Sender „Globo“. Massa selbst hatte den erfolgreichsten Lehrmeister aller Zeiten: Rekordweltmeister Michael Schumacher. Beide fuhren 2006 bei Ferrari. Massa erinnert sich: „Ich habe mehr für ihn getan als Michael Schumacher für mich, und der war mein Lehrer.“
+++ 9. August 2018: FIA-Präsident Jean Todt hat Michael Schumacher als Teamchef zu fünf WM-Titeln mit Ferrari in der Formel 1 geführt. Seit seinem Skiunfall 2013 hat Schumi schwere Kopfverletzungen. Todt besucht ihn regelmäßig: "Er ist umgeben von seiner Familie, seinen Lieben. Ich fühle mich gesegnet, dass ich oft Zugang habe, aber seine Gesundheit ist seine private Sache und ich denke, es ist an der Zeit für uns, Michael sein Leben in Frieden leben zu lassen", so der Franzose gegenüber der argentinischen Zeitung "La Nacion".
21. Juli 2018: Jetzt zittern die Schumi-Fans um die Allzeit-Rekorde von Michael Schumacher. Denn mit der Vertragsverlängerung von Lewis Hamilton mit Mercedes steht fest: Auch er könnte bis Ende 2020 sieben Mal Formel-1-Weltmeister sein. Ex-Meister Nigel Mansell weiß: "Wenn alles passt, dann kann Hamilton diesen Rekord schlagen.“ Doch der Brite selbst ist da pessimistischer: "Es glaubt doch keiner ernsthaft, dass ich die nächsten drei WM-Titel holen kann. Es ist für mich unvorstellbar, Michaels sieben Titel einzuholen. Als ich mich für zwei weitere Jahre bei Mercedes entschieden habe, dachte ich dabei nicht an die Rekorde von Michael Schumacher."
20. Juni: WM-Leader Sebastian Vettel will mit Ferrari Weltmeister werden – wie sein Idol Michael Schumacher auch. Aber auch Schumi hielt große Stücke auf den Heppenheimer, wie Ex-Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo verrät: "Michael hat Sebastian immer unterstützt. Er hat mir schon Jahre vorher gesagt, dass Vettel seiner Meinung nach ein sehr guter Fahrer für Ferrari wäre. Und als ich Sebastian dann wenige Wochen vor meinem Ausscheiden aus dem Team unter Vertrag nahm, war er sicherlich erfreut darüber.“ Das Herz des Italieners schlägt noch immer für Ferrari: "Ich hoffe, es beginnt bald eine neue Ära, in der auch er reihenweise Titel holt – wie einst Michael. Ich halte Sebastian jedenfalls für einen sehr guten Fahrer. Und auch Michael hielt stets große Stücke auf ihn."
+++ 24. Mai: Auf der Jagd nach seinem ersten WM-Titel ist Sebastian Vettel in Gedanken immer auch bei seinem Idol und Freund Michael Schumacher. „Michael fehlt mir wirklich sehr - nicht nur wegen seiner ungeheuren Erfahrung, sondern auch, weil er brillanter und sympathischer war als sich die Leute vorstellen können“, sagt Vettel vor dem Monaco GP der Gazzetta dello Sport.
"Jedes Mal, wenn ich mit ihm sprechen konnte, war er von großer Hilfe. Sein Rat war mir sehr teuer, vor allem in den letzten dreieinhalb Jahren seiner Karriere“, verrät Vettel. Nach dem Schumi-Comeback mit Mercedes fahren die beiden Deutschen von 2010 bis 2012 gemeinsam in der Formel 1. „Ich habe sozusagen zwei Michael Schumacher kennengelernt. Den einen, als ich noch ein Kind war. Das war, als würdest du den lieben Gott treffen. Und dann erlebte ich ihn als Erwachsener."
Der Heppenheimer unterscheidet auch zwischen "dem Champion und dem Menschen Schumacher. Ich habe erfahren, was Michael verkörpert und wer er wirklich ist. Ich habe ihn nie neben der Spur erlebt, außer vielleicht, wenn er sich mal ein paar Drinks gegönnt hat", grinst Vettel. "Ich habe ihn nie wütend gesehen oder etwas sagen gehört, das keinen Sinn ergeben hätte. Er hatte immer alles unter Kontrolle."
Für Vettel ist Schumacher deswegen „eine enorme Quelle der Inspiration“. Der Deutsche bleibt aber auch bescheiden: „Seine ganzen Rekorde sind für mich außer Reichweite. Was ich hingegen wie er schaffen will: mit Ferrari Weltmeister werden!“ Schumacher wechselte 1996 zur Scuderia, feierte 2000 in seinem fünften Ferrari-Jahr seinen ersten von fünf Titeln mit den Roten. Vettel ist aktuell in seinem vierten Jahr mit Ferrari.
+++ 17. Mai: Michael Schumacher hat beim Spanien-GP den nächsten Rekord verloren. Lewis Hamilton hat jetzt mehr Rennen von der Poleposition aus gewonnen als Schumi: 41:40. Die meisten Siege von einem Startrang dahinter hat aber immer noch Schumacher: 51, Alain Prost (33) und Hamilton (23) folgen auf den Plätzen. Auch beim Monaco-GP wackelt ein Schumi-Rekord: Kommt Fernando Alonso ins Ziel, würde er zum 238. Mal die Zielflagge bei einem Formel-1-Rennen sehen. Derzeit steht er wie Schumacher bei 237 Zielankünften.
Schumis Rekorde: Diese Bestmarken wackeln
Siege von der Poleposition
1. Lewis Hamilton (41)
2. Michael Schumacher (40)
3. Sebastian Vettel (30)
4. Ayrton Senna (29)
5. Alain Prost (18)
6. Nigel Mansell (17)
7. Juan-Manuel Fangio (15)
7. Jim Clark (15)
7. Nico Rosberg (15)
10. Fernando Alonso (14)
Siege von Plätzen außerhalb der Pole
1. Michael Schumacher (51)
2. Alain Prost (33)
3. Lewis Hamilton (23)
4. Jackie Stewart (19)
4. Sebastian Vettel (19)
6. Nelson Piquet (18)
6. Fernando Alonso (18)
8. Niki Lauda (16)
9. Damon Hill (15)
10. Nigel Mansell (14)
+++ 7. April: Als Michael Schumacher Ende 2006 seine Karriere bei Ferrari beendete, stand Sebastian Vettel kurz vorm Einstieg in die Formel 1. Von 2010 bis 2012 fuhren beide noch einmal parallel in der Königsklasse. Vettel um den Titel, Schumacher im Silberpfeil ums Podest. Wenn es nach Vettel gegangen wäre, hätten beide damals gegeneinander um die WM gekämpft.
Zur italienischen Corriere della Sera sagt der Ferrari-Star vor dem GP in Bahrain (Sonntag, 17.10 Uhr auf RTL): „Wenn ich einen Champion aus der Vergangenheit auswählen müsste, gegen den ich gerne gefahren wäre, dann gegen Michael. Er war der Beste und man will sich ja mit den Besten messen. Deswegen wäre er aber vermutlich auch am schwersten zu schlagen.“
Vettel ergänzt: „Jede Zeit hat ihre Helden, für mich ist es Michael - am besten mit dem Auto aus den neunziger Jahren.“ Das zeigt: Vettel bleibt Traditionalist, liebt weiterhin auch die alten Autos aus Schumachers Anfangszeit.
+++ 26. März: Ferrari-Erbe Piero Ferrari, Sohn des legendären Firmengründers Enzo Ferrari, hat sich im großen Interview mit der italienischen Gazzetta dello Sport zum F1-Saisonauftakt an Michael Schumacher erinnert.
Bei der Frage nach dem Unterschied zwischen der alten und modernen Formel 1 im Computerzeitalter, erklärt Ferrari: "Das letzte Urteil über ein Auto muss auch heute noch vom Piloten kommen. Aus den ganzen Simulationen und Daten muss das Richtige herausgelesen werden. Sebastian Vettel hat da besonders feinfühlige Antennen. Alonso konnte das auch. Und Schumacher war unfassbar präzise. Er hat die ganzen Daten jeweils mit nach Hause genommen, um sie dort in Ruhe zu analysieren!"
Auch sonst fallen Ferrari viele Paralleln auf zwischen Schumacher und seinem deutschen Ferrari-Nachfolger Vettel. "Schumacher war auch ein emotionaler Fahrer, so wie es Vettel ist. Da gehen dem Piloten auch mal die Pferde durch", so Ferrari. "Das passiert einfach, wenn du unter ständigem Druck bist, Rennen zu gewinnen oder zu verlieren. Die Chance auf einen Sieg ändert vieles, da werden Schwächen komprimiert."
Das Bild vom Roboter Schumacher, ehrgeizig bis aufs Blut und unnahbar, will er aber ins rechte Licht gerückt wissen - und bedient sich dafür als Beispiel nicht bei Sebastian Vettel sondern ausgerechnet bei dessen Rivalen Lewis Hamilton! "Hamilton zum Beispiel wirkt von außen immer so extravagant. Aber in Wahrheit ist er gar nicht so. Bei Michael Schumacher war das ähnlich", verrät Ferrari. "Er wirkte immer so verschlossen. Aber er war gar nicht so. Beim Abendessen in privater Runde war er überaus sympathisch."
+++ 10. März: Lewis Hamilton erinnert sich an Michael Schumacher: „Im Laufe der Jahre hatte ich die Leistungen von Schumacher zu schätzen gelernt, wie er nach Perfektion strebte, wie er in Sachen Fitness neue Maßstäbe setzte, wie unbeirrt er seinen Weg ging. Ich weiß noch, dass wir mit unseren Karts auf der Heimstrecke von Schumacher gefahren sind, in Kerpen, das war wohl 2001, und auf einmal ging herum, dass Michael selber auch antreten würde. Ich war schon von den Socken, dass ich auf der gleichen Bahn wie er fahre! Als ich später in den Parc fermé zurückkam, hielt ich genau hinter ihm an, es war ein Regenrennen, wie ich noch weiß. Wir haben ein paar Worte gesprochen, das fand ich sehr cool. Es war ein Gespräch unter Racern, auf Augenhöhe gewissermaßen. Und als ich dann Jahre danach einen Formel-1-Renner getestet habe, das war 2006, in seinem letzten Ferrari-Jahr, da war er vor mir auf der Bahn. Mir schoss durch den Kopf: 'Wow! Da ist Michael! Jetzt bin ich wirklich in der Formel 1 angekommen!' Dann hat er Gas gegeben und ist in der Ferne entschwunden. Ich konnte damals nicht mit ihm Schritt halten. Es war ein surrealer Moment.“
+++ 8. März: Tolle Geste: Bei den Formel-1-Tests in Barcelona war auf der Haupttribühne ein großes Banner zu sehen. Mit der Botschaft: „Michael forever“ – Michael für immer. Damit gedachte der offizielle Ferrari-Fanclub dem erfolgreichsten Formel-1-Fahrer aller Zeiten, Michael Schumacher. Er holte sich allein mit Ferrari fünf WM-Titel und ist auch in Barcelona mit sechs Siegen der Rekordgewinner. Viele seiner Fans erinnern sich vor allem noch an den ersten Schumi-Sieg im Ferrari in Barcelona 1996, als er in einem Regenrennen überlegen triumphierte.
+++ 11. Januar: Ohne diese Kartstrecke in Michael Schumachers Heimatstadt Kerpen hätte es die Karriere des erfolgreichsten Formel-1-Fahrers aller Zeiten wahrscheinlich gar nicht gegeben: Vater Rolf hatte die Piste lange gepachtet, Schumi hat auf dem 1,1 Kilometer langen Elftlandring seine ersten Erfahrungen im Rennsport gemacht. Nun soll die Piste 2020 plattgemacht werden – für den Braunkohletagebau. Schumis Bruder Ralf Schumacher, der ein eigenes Kart-Team führt, zeigt sich gegenüber dem „Express“ enttäuscht: „Es gibt keine neue Kartbahn. Die gemeinsame Suche mit RWE hat zu keinem von der Bevölkerung mitgetragenen neuen Standort geführt. Hier sterben Tradition und erfolgreiche Jugendförderung gleichzeitig.“
+++ 4. Januar: Gestern wurde Michael Schumacher 49 Jahre alt. Der Rekordweltmeister wird seit seinem Skiunfall am 29. Dezember 2013 liebevoll von seiner Familie in der Schweiz gepflegt. Zum Geburtstag schrieb nun seine Tochter Gina Maria bewegende Worte auf Instagram. Die 20-Jährige an ihren Papa: "Happy Birthday to the best Dad ever. We love you." Hinter die Glückwünsche setzte sie ein Smiley mit Herzchen-Augen. Gina Maria ist als Welt- und Europameisterin im Westernreiten selbst erfolgreiche Sportlerin. Zuletzt sagte sie auf einer Preisverleihung: "Ich möchte mich bei meinen Eltern für die Liebe bedanken, die sie mir jeden Tag schenken."
+++ 3. Januar: Michael Schumacher wird heute 49 Jahre alt. Für Weggefährten Anlass genug, um in Erinnerungen zu schwelgen, die sie mit dem Rekordweltmeister teilen. So sagt Sebastian Vettel im Gespräch mit der „Gazzetta dello Sport“: „Ich habe zwei Michael Schumacher kennengelernt. Den einen, als ich aufgewachsen bin, als ich noch ein Bub war. Das war, als würdest du den lieben Gott treffen. Und dann erlebte ich ihn als Erwachsener, als ich selber auch groß war. Beim einen Mal traf ich den Champion, beim anderen Mal den Menschen Schumacher. Ich habe erfahren, was Michael verkörpert, dann wer er wirklich ist. Ich habe ihn nie neben der Rolle erlebt, außer vielleicht, wenn er sich mal ein paar Drinks gegönnt hat. Ich habe ihn nie wütend gesehen. Ich habe ihn nie etwas sagen gehört, das keinen Sinn ergeben hätte. Er hatte immer alles unter Kontrolle. Es spielte keine Rolle, ob er in einem Kart saß, in einem Buggy beim Race of Champions oder in einem GP-Renner – bei ihm hattest du immer den Eindruck, dass er Herr der Lage ist.“
Eine Hommage an den Rekordweltmeister findet Ihr hier:
+++ 2. Januar 2018: Mick Schumacher will in die Fußstapfen seines Vaters Michael Schumacher treten. Zumindest, wenn es darum geht, in die Formel 1 zu kommen. Luca Baldisserri kennt beide: Jahrelang war er Renningenieur von Michael Schumacher bei Ferrari, zuletzt arbeitete er als Nachwuchscoach von Prema Power auch mit Mick zusammen. Gegenüber „Gazzetta dello Sport“ verrät der 55-Jährige: „In manchen Aspekten ist Mick seinem Vater sehr ähnlich und ich habe ihn am Funk sogar ein paar Mal Michael genannt! Wie sein alter Herr will er sich in technischen Belangen einbringen. Sich seiner Rolle klar zu werden, ist für einen jungen Fahrer nicht immer einfach. Das hat zu Diskussionen geführt.“ Mick eifert seinem Vater nach, bestätigt Baldisserri: „Über seinen Vater habe ich mit Mick nur dann geredet, wenn er wissen wollte, wie Schumi in einer bestimmten Situation reagiert hätte.“
+++ 30. Dezember: Der folgenschwere Skiunfall von Michael Schumacher ist inzwischen vier Jahre her. Noch immer weiß die Öffentlichkeit nur wenig über den Gesundheitszustand des Formel-1-Rekordweltmeisters. Managerin Sabine Kehm erklärt gegenüber L’Equipe, wieso das so ist: Demnach wollte sich Schumacher vor seinem Unfall aus der Öffentlichkeit zurückziehen. „Er hatte mir gesagt: Ruf mich nicht an, um Sachen zu planen, ich werde verschwinden. Es war sein geheimer Wunsch. Deswegen gebe ich nichts bekannt“, so Kehm.
+++ 27. Dezember: Mika Häkkinen hat es während seiner Karriere mit ganz vielen Formel-1-Größen aufgenommen. Drei Jahre lang kämpfte er gegen Michael Schumacher um die WM: 1998 setzte er sich durch. 1999 brach sich Schumi ein Bein und überließ Häkkinen kampflos die WM. 2000 siegte der Deutsche und begründete eine beispiellose Titelserie. 1993 fuhr Häkkinen aber auch gegen Ayrton Senna – drei Rennen bei McLaren im selben Team. Prompt war er beim ersten Aufeinandertreffen in Sennas Paradedisziplin, dem Qualifying, schneller als der Brasilianer. Häkkinens Fazit gegenüber ramp.space: „Es gab viele sehr gute Fahrer mit Hingabe, Disziplin und Opferbereitschaft. Ayrton gehörte zu den besten. Aber den ewigen Nummer-1-Status würde ich an meinen großen Rivalen Michael Schumacher vergeben.“
+++ 22. Dezember: Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat in seiner aktuellen Ausgabe die 25 bestbezahlten Sportler aller Zeiten ermittelt. Gezählt wurden Lohn, Boni, Preisgelder, Sponsoreneinnahmen, Merchandisingerlöse sowie Einnahmen aus Buchverträgen und Auftritten – auch über die aktive Karriere hinaus. Zudem hat Forbes die Einnahmen der Inflation angepasst. Das Ergebnis: Die 25 bestbezahlten Sportler vertreten acht verschiedene Sportarten und verdienten zusammen 20 Milliarden US-Dollar. Platz eins nimmt Basketballer Michael Jordan ein, dann folgen drei Golf-Spieler. Auf Rang fünf: Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher (eine Milliarde Dollar). Mit Jeff Gordon (Platz 18) ist ein weiterer Motorsportler unter den Top-25 zu finden.
Die Top 10 der bestbezahlten Sportler aller Zeiten
1. Michael Jordan (USA) Basketball: 1,85 Milliarden Dollar
2. Tiger Woods (USA) Golf: 1,7 Milliarden
3. Arnold Palmer (USA) Golf: 1,4 Milliarden
4. Jack Nicklaus (USA) Golf: 1,2 Milliarden
5. Michael Schumacher (D) Formel 1: 1 Milliarde
6. Phil Mickelson (USA) Golf: 815 Millionen
7. Kobe Bryant (USA) Basketball: 800 Millionen
7. David Beckham (GB) Fußball: 800 Millionen
9. Floyd Mayweather (USA) Boxen: 785 Millionen
10. Snocquille O’Neal (USA) Basketball: 735 Millionen
+++ 19. Dezember: Auch Michael Schumachers Tochter Gina Maria Schumacher ist ein Erfolgsmensch: 2017 holte sie im Einzel und mit der Mannschaft WM-Gold im Westernreiten. Dafür wurde sie vergangene Woche mit dem Audi Generation Award in der Kategorie Sport ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Michael Mronz, der Witwer von FDP-Politiker Guido Westerwelle. Mronz kennt die Familie Schumacher aus dem Reitsport. Auf der Bühne bedankte sich die 20-Jährige: „Ich danke meinen Eltern, die mir jedes Mal ihre Liebe und Unterstützung schenken, und meinem Team, das hinter mir steht.“ Fast wäre aus ihr auch eine Rennfahrerin geworden: „Ich bin eine Saison lang Kart gefahren“, verrät sie. „Zusammen mit meinem Papa“, gesteht sie. „Das hat viel Spaß gemacht, aber die Pferde waren mir dann doch lieber.“
+++ Kehm verrät Schumis Erfolgsrezept: FIA-Präsident Jean Todt hat in Paris die Hall of Fame (Ruhmeshalle) der Formel 1 eröffnet. Aufgenommen wurden auf Anhieb alle 33 Formel-1-Weltmeister in der Geschichte. Neun von ihnen waren zur Ehrung vor Ort, darunter die Sebastian Vettel und Nico Rosberg. Nicht dabei sein konnte wegen seines schweren Skiunfalls im Dezember 2013 Michael Schumacher. Todt erklärt: „Wir vermissen Michael. Er ist immer noch hier und er kämpft immer noch.“ Für Schumacher reiste seine Managerin Sabine Kehm an. Sie verriet auch das Erfolgsgeheimnis des erfolgreichsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten: „Was ihn wirklich so erfolgreich gemacht hat, sind die Liebe und Leidenschaft für diesen Sport.“
+++ Jean Todt hat Vettel verziehen, weil er wie Schumi ist!
Der FIA-Präsident ist nicht weiter enttäuscht von Sebastian Vettel nach seinem Rempler in Baku. Im Sonderheft von AUTO BILD MOTORSPORT zur Saison 2017 (ab 1.12. im Handel) verrät Todt, dass die öffentliche Entschuldigung „essenziell“ war. Der Franzose: „Wissen Sie, ich bin sehr tolerant. Auch wenn jemand mal über die Stränge schlägt. Ich mag es nicht, wenn Leute ein Verhalten bewerten, ohne die Emotionen und den Schmerz im Cockpit zu berücksichtigen. Ich kann so etwas sehr gut in Relation setzen. Denn ich habe solche Situationen mit Michael Schumacher selbst erlebt. Können Sie sich vorstellen, wie das in Jerez 1997 (Rammstoß gegen Jacques Villeneuve; d. Red.) oder in Monaco 2006 war, als er im Quali diese Dummheit begangen hat? Menschen haben Schwächen, und die muss man akzeptieren. Und wenn sie realisieren: ,Das hätte ich nicht tun sollen.’ Dann muss man vergeben. So war es bei Sebastian.“ 
+++ 17. November: Da staunten sogar die Experten: Sie schätzten, dass bei der vom Auktionshaus Sobethy’s organisierten Versteigerung des Ferrari F2001, mit dem Michael Schumacher 2001 zum vierten Mal Weltmeister geworden ist, 3,5 Millionen Dollar geboten werden würden. Doch am Ende wurden sogar 7,5 Millionen Dollar geboten (rund 6,4 Millionen Euro). Der neue Besitzer bleibt vorerst geheim. Ein Teil des Erlöses fließt in die Keep-Fighting-Stiftung von Michael Schumacher. Der bisher teuerste Formel-1-Wagen ging 2013 über den Auktionstisch: Damals wurden für den 1954er Weltmeister-Mercedes von Juan Manuel Fangio stolze 31,6 Millionen Dollar geboten!
+++ 15. November: Den ersten Rekord ist Michael Schumacher seit dieser Saison los: Lewis Hamilton hat inzwischen mehr Pole-Positions als der Rekordweltmeister. Doch weitere Schumi-Rekorde wackeln – und Hamilton kann sie schlagen. Das glaubt zumindest der neue Formel-1-Sportchef Ross Brawn, der bei Benetton und Ferrari an allen sieben Titeln von Schumacher beteiligt war. Zu Sky Sports News sagt er: „Als wir damals den Rekord gefeiert haben, hätte ich niemals gedacht, dass dieser zu knacken ist. Wenn ich mir aber die Leistungen von Lewis nun anschaue, dann denke ich anders darüber.“
+++ 2. November: Seit zwei Rennen sitzt ein alter Bekannter am Williams-Kommandostand: Luca Baldisserri: Er war einer der führenden Ingenieure in der Michael-Schumacher-Ära bei Ferrari. Nachdem er bis 2015 das Nachwuchsprogramm von Ferrari geleitet hat, ist der Italiener Mentor von Lance Stroll geworden und hat ihn als solchen in die Formel 1 geführt. Weil Strolls Renningenieur James Urwin im Vaterschaftsurlaub ist, springt Baldisserri nun ein.
+++ 29. September: Sie wollten schon immer mal mit Michael Schumachers Formel-1-Weltmeisterauto aus der Saison 2001 fahren? Das ist Ihre Chance! Im Ernst: Am 16. November wird der Ferrari F2001, mit dem Schumi seinen vierten von sieben WM-Titeln geholt hat, vom New Yorker Auktionshaus Sotheby’s versteigert. Experten schätzen, dass das Auto für rund 3,5 Millionen Euro einen neuen Besitzer findet. Auch der über 800 PS starke 3,0-Liter-V10-Saugmotor ist Bestandteil des Autos.
+++ 20. September: Den ersten Rekord ist Michael Schumacher nach elf Jahren wieder los: Die meisten Pole-Positions erzielte inzwischen Lewis Hamilton. Doch damit nicht genug: Der Brite rüttelt weiter an Schumis Thron und könnte noch mehr Rekorde brechen. Doch daran denkt Hamilton nicht: „Ehrlich gesagt arbeite ich Schritt für Schritt. Es ist schon schwierig genug, eine Meisterschaft zu gewinnen und schwierig, diesen vierten Titel zu holen.“ Und: Er ist auch gar nicht heiß darauf, Schumis sieben Titel zu knacken: „Wer weiß, ob ich Michael jemals nahekommen werde. Sieben Weltmeistertitel – ich habe nicht den Wunsch, dem nachzujagen. Rekorde sind dazu da, um gebrochen zu werden. Jemand wird das auch tun. Ob ich das sein werde, kann ich nicht sagen.“
+++ 15. September: Ferrari-Star Sebastian Vettel gibt zu, die Tipps seines Idols und Freundes Michael Schumacher zu vermissen. „Er ist eine der wenigen Personen, die man im Leben trifft, die für alles eine Antwort haben“, sagte der Deutsche der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera: „Seine Ratschläge fehlen mir. Man konnte sie an die Situationen anpassen, und sie funktionierten.“
Vettel weiter: „Michael war mein Idol, als ich ein Kind war, und er bleibt es heute noch. Er wird immer die Nummer eins sein.“
+++ 11. September: Die WM-Duelle zwischen Mika Häkkinen und Michael Schumacher zwischen 1998 und 2000 sind legendär. Nach der Saison 2001 zog sich Häkkinen allerdings aus der Formel 1 zurück – zu ausgelaugt war der Finne. „Aber nach einigen Jahren juckte es mich wieder“, verrät er im Interview mit seinem Sponsor Unibet. „Ich fühlte mich körperlich und mental bereit, in die Formel 1 zurückzukehren.“ Er verhandelte mit McLaren, aber auch mit anderen Teams wie Williams. Im November 2006 testete der heute 48-Jährige sogar im McLaren-Mercedes. Doch dabei traten diverse Probleme auf.
Häkkinen: „So ist die Formel 1: Du bist ständig am Problemlösen. Ich sagte mir: Will ich mir das antun? Letztlich war es gut so, dass der Test nicht so verlaufen ist, wie ich es mir ausgemalt hatte. Ich begann 1991 in der Formel 1 und habe sieben Jahre gebraucht, um mein erstes Rennen zu gewinnen. Ich wollte nicht nochmals warten. Ich war zweimaliger Weltmeister – und das war gut so.“
Zur Sensations-Fahrerpaarung Fernando Alonso versus Mika Häkkinen kam es nie. Häkkinen fuhr stattdessen in der DTM, gewann dort mit Mercedes drei Rennen. Und den zweiten McLaren-Platz bekam Lewis Hamilton, der auf Anhieb um den Titel kämpfte.
+++ 2. September: Wer in diesen Tagen in Monza ist, weiß: Sebastian Vettel ist drauf und dran, Michael Schumachers legitimer Nachfolger bei Ferrari zu werden. Die Massen flippen aus, wenn er sich zeigt. "Sebastian, Sebastian"-Sprechchöre hallen durch das Autodromo Nazionale, Ordner müssen sich mit aller Macht gegen die Absperrungen drücken, damit die nicht nachgeben.
Doch der neue Held der Italiener schwärmt immer noch von ihrem alten. "Was Michael auf der Strecke geleistet hat, ist magisch", sagt Vettel in der aktuellen AUTO BILD MOTORSPORT. "Seit ich bei Ferrari fahre, spüre ich noch viel mehr, was er abseits der Strecke, im Team und der Fabrik gemacht hat. Das führt dazu, dass ich ihn noch mehr respektiere. Für mich war er der Beste. Er hat alles zusammengeführt."
Der Heppenheimer selbst gilt ebenfalls als unermüdlicher Arbeiter. Am Freitagabend verließ er als letzter Pilot das Fahrerlager, gab den wartenden Fans entspannt Autogramme, plauderte mit ihnen auf italienisch. "Die Mission ist noch nicht beendet", sagt er zu SPORT BILD. "Ich stelle mir vor, dass einer meiner schönsten Tage der sein wird, wenn ich in Rot den Titel gewinnen werde. Das Ziel ist, Ferrari dahin zurückzubringen, wo es mit Michael Schumacher schon mal war."
+++ 30. August: 1992. Michael Schumachers zweites Jahr in der Formel 1. Vorbei waren die Zeiten, als er an einem rennfreien Sonntag im heimischen Kerpen noch an der Kartbahn des Vaters mithelfen konnte, oben ohne und ölverschmiert am Gefährt seines Bruders herumschraubte. Im Jahr 1992 hatte sich viel geändert für ihn. Schumacher, plötzlich schneller bekannt als erwachsen geworden, wunderte sich darüber, "wieso so viele Menschen plötzlich was von mir wollen?" Der Rummel wurde unerträglich und als beim Grillen im Garten seiner kleinen Kerpener Wohnung "plötzlich irgendwelche Typen in meinem Wohnzimmer standen, Autogramme wünschten und mitessen wollten", wusste Schumacher, dass er Kerpen verlassen musste. Er zog mit seiner Freundin Corinna, mit der er inzwischen drei Monate zusammen war, nach Monaco. In der Saison 1992 hatte er bei Benetton mit dem Engländer Martin Brundle einen neuen Teamkollegen erhalten, und Schumacher war klar, dass der Brite der Erste war, den er schlagen musste. Bis zum Großen Preis von Belgien erwies sich Brundle zwar als harter Rivale, doch Schumachers Talent und diplomatisches Geschick sorgten dafür, dass das Benetton-Team ganz auf den Neu-Monegassen setzte. Schumacher war fünf Mal aufs Podium gefahren und lag mit 33 Punkten an vierter Stelle der Weltmeisterschaft; nur einen Punkt hinter dem legendären Ayrton Senna, der in seinem McLaren den gleichen Ford-Motor fuhr wie Schumacher. Beide hätten sich bei Testfahrten in Hockenheim fast geprügelt, weil der Brasilianer sich von Schumacher absichtlich blockiert fühlte.
Brundle war längst nicht mehr der Konkurrent des Deutschen: Der Engländer hatte bis dato nur zwei Podiumsplätze und 18 Punkte geschafft. Beim Rennen in Ungarn zwei Wochen vor dem Grand Prix in Spa war Schumachers Mutter zu Besuch und musste zunächst mit ansehen, wie der Benetton ihres Sohnes auf der Zielgerade plötzlich bei 300 Stundenkilometer den Heckflügel verlor und sich wild drehend ins Kiesbett manövrierte. Zum Glück stoppte der gelbe Renner, bevor er in die Leitplanke einschlug. Schumacher stieg unbeschadet aus. Mutter Elisabeth war auch zehn Minuten später noch sichtlich erschrocken. Erst als der Sohn sie grinsend in Arm nahm und sagte, "es ist ja gar nichts passiert", war sie beruhigt. Pikanterweise hatte sich der Heckflügel deshalb gelöst, weil Brundle sich beim Versuch, Schumacher zu überholen, verbremst und dessen Wagen touchiert hatte.
Für das Rennen in Spa hatte Schumacher ein gutes Gefühl. "Die Strecke ist etwas Besonderes für mich", sagte er, "nicht nur weil ich hier mein erstes Rennen fuhr. Durch die Nähe zu Kerpen ist sie wie mein Wohnzimmer." Aber im Vergleich zum Vorjahr hatte sich alles geändert. Schumacher gastierte mit seinem Team in einem noblen Hotel und nicht mehr wie 1991 in einer Jugendherberge, wo er sich noch eine enge Kammer mit Manager Willi Weber und einigen Ameisen teilen musste.
Schon im Training fuhr Schumacher brillant. Er war Dritter hinter dem späteren Weltmeister Nigel Mansell im haushoch überlegenen Williams und Senna. Der Start erfolgte noch im Trockenen, doch schon in der zweiten Runde begann es zu regnen. Und das erste Mal konnte Schumacher seinen besonderen Instinkt beweisen. Es regnete mal stärker, mal schwächer - nie konnten sich die Fahrer sicher sein, welche Reifen geeignet waren.
Als Schumacher zehn Runden vor Ende des Rennens ins Kiesbett rutschte und hinter seinen Teamkollegen Brundle zurückfiel, "konnte ich anhand seiner völlig verbrauchten Regenreifen erkennen, dass ich jetzt auf Trockenreifen wechseln musste", erzählte Schumacher später. Der junge Deutsche tat es und fuhr prompt acht Sekunden schneller als der Rest des Feldes. Als der führende Mansell endlich wechselte, war es zu spät. Schumacher war nicht mehr einzuholen und siegte erstmals in der Formel 1. "Auf dem Podest hatte ich Tränen in den Augen, mein Glück war unfassbar", sagte Schumacher. "Es war nur schade, dass meine Mutter diesmal nicht dabei war."
Die Saison 1992 schloss Schumacher mit 53 Punkten als WM-Dritter, drei Zähler vor Senna ab, und gewann die Erkenntnis: "Am schwierigsten war nicht das Fahren, sondern das Leben abseits der Piste." Teamkollege Brundle erkannte: "Ich habe ziemlich schnell bemerkt, dass ich da gegen ein herausragendes Talent antreten musste und er schneller war als wir anderen." Der Rest von Schumachers Karriere ist Geschichte...
+++ 27. August: Besondere Ehrenrunde für die Schumacher-Familie! 25 Jahre nach dem ersten F1-Sieg seines Vaters, durfte Mick Schumacher am Sonntag vor dem Rennen in Belgien eine Ehrenrunde im Benetton B 194 drehen, mit dem der Rekordweltmeister 1994 sein erstes Championat einfuhr. Alle Infos und Bilder von Micks Gänsehaut-Ausfahrt gibt es hier.
+++ 24. August: Vor 25 Jahren gewann Michael Schumacher in Belgien sein erstes Formel-1-Rennen. Ab April 2018 soll eine Ausstellung in Köln solche und viele weitere Momente der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bei einem Pressetermin erklärte Managerin Sabine Kehm: „Diese Dauerausstellung wird eine der bedeutendsten der Welt auf diesem Gebiet sein. Es soll ein Grand Prix der Erinnerungen werden, die Leute sollen ein Stück Automobilgeschichte erleben.“

Die Ausstellungsräume entstehen momentan auf dem traditionsreichen Gelände des früheren Flugplatzes Butzweilerhof in Köln. Realisiert wird die für Besucher kostenlose „Michael Schumacher Private Collection“ von der Keep Fighting Foundation, einer wohltätigen Initiative der Familie des im Dezember 2013 bei einem Ski-Unfall schwerverletzten Motorsport-Idols.

„Der Familie ist es wichtig, dass dieser Ort ein Dank an die Fans ist, die Michael stets so viel Unterstützung entegegenbrachten und bringen“, sagte Kehm: „Michael hat über all die Jahre, in denen er aktiv war, die meisten seiner Autos sowie viele Overalls und Helme aufbewahrt. Wir hatten immer im Hinterkopf, diese irgendwann der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“

Highlights der Ausstellung: Alle Weltmeister-Autos des siebenmaligen Titelträgers, Fahrzeuge aus Schumachers Kartzeit, aus Formel Ford und Formel 3. Dazu kommen „Michaels erstes Formel-1-Auto, der Jordan von 1991, drei Benettons, acht Ferraris und ein Mercedes“, sagte Kehm.
+++ 18. August: Mit Damon Hill und Jacques Villeneuve waren die WM-Kämpfe richtige Fehden, mit Mika Häkkinen war es WM-Duelle mit gezolltem Respekt. Michael Schumacher erlebte in seiner mehr als 20-jährigen Formel-1-Karriere allerhand Siege und Niederlagen, hatte mehrere Gegner und Helfer. In der Bildergalerie blicken wir auf Schumis WM-Rivalen und was diese heute machen.
+++ 14. August: Den Schumachers reicht zum Erfolg auch ein PS: Gina-Maria Schumacher, Tochter von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, holte am Wochenende mit dem deutschen Team  die Goldmedaille im Western-Reiten. Und das auch noch auf der Ranch von Mutter Corinna, selbst erfolgreiche Westernreiterin. Auf ihrem Quarter-Horse Gotta Nifty Gun sicherte sich die 20-Jährige die höchste Punktzahl aller Teilnehmer. Mit ihr freute sich ein Großteil der Familie über den Erfolg: Mutter Corinna, Bruder Mick, Opa Rolf Schumacher und ihr Freund Iain waren vor Ort.
+++ 8. August: Das dürfte für Michael-Schumacher-Fans interessant sein: In der Motorworld Köln-Rheinland eröffnet im April 2018 eine Ausstellung mit der privaten Sammlung von Michael Schumacher. Zu sehen sind diverse Rennwagen von seinem ersten Kart bis zum letzten Mercedes. Dazu werden auch Pokale, Rennanzüge und andere besondere Erinnerungsstücke ausgestellt.
+++ 3. August: Silbernes Auto, roter Helm, dazu noch der schwarze Streifen an der Seite – als Mercedes-Junior George Russell gestern in Ungarn seinen ersten offiziellen Formel-1-Test mit Mercedes absolvierte, jagte so manchem ein Schauer über den Rücken: „Da bekommt man ja Gänsehaut“, schreibt eine Userin auf Facebook. Ein anderer hält fest: „Als George Russell gestern auf die Strecke ging, träumte ich vom Schumi-Comeback.“ Hintergund: Die Helmdesigns von Russell und Schumacher sind sich extrem ähnlich. Zumindest im Moment. Denn: Russell wechselt seine Helmdesigns ähnlich wie Sebastian Vettel immer wieder durch. Letztes Jahr hatte sein roter Helm noch viel mehr weiße Elemente. Aktuell ist der Mercedes-Junior in der GP3-Serie unterwegs. Bleibt die Frage, warum Mercedes ihn vor dem Test nicht dezent darauf hinwies, dass seine aktuelle Lackierung zu unangebrachter Verwechslungsgefahr führen könnte.
+++ Darum kann Hamilton Schumis-Pole-Rekord knacken: Wieso hat Michael Schumacher 91 Rennen, aber "nur" 68 Pole-Positions gewonnen? Wieso kann Lewis Hamilton Schumis Rekord ausgerechnet in Spa knacken?
Hamilton-Schumi-Quali-Vergleich: Die große Analyse
+++ 25. Juli: Der DTM-Austritt von Mercedes Ende 2018 schockt die deutsche Motorsportwelt. Mercedes hat die Tourenwagenserie über Jahre geprägt. Auch Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher fuhr 1990 und 1991 fünf Rennen im DTM-Mercedes. Beim Saisonfinale in Hockenheim 1990 startete er mit einem Mercedes 190E 2,5-16 Evolution. Sein Debüt ging allerdings mächtig schief. Er kollidierte am Start mit dem Meisterschaftsführenden Johnny Cecotto und schied aus. Mit der Kollision zermürbte er dem Venezolaner die Chancen auf den Titel.
Im Jahr darauf nahm Schumacher bei den DTM-Läufen in Diepholz und am Norisring teil. Im Mercedes 190E 2,5-16 Evolution ll landete er auf den Rängen 14 und 25. Zweimal kam er nicht ins Ziel. Als er im Sommer 1991 sein Formel-1-Debüt für Jordan in Belgien gab, war für ihn das Thema DTM vom Tisch.
+++ 24. Juli: 25 Jahre ist es her, dass Michael Schumacher beim Großen Preis von Belgien sein erstes Formel-1-Rennen gewonnen hat. Sein Siegerwagen, der Benetton-Ford B92, kommt zum Jubiläum nach Spa und dreht Demorunden. Wer im Auto sitzen wird, steht noch nicht fest. Alle 250.000 Karten für den belgischen Grand Prix sind schon ausverkauft. In der Bildergalerie sehen Sie noch die Details zu Schumis ersten Grand Prix ein Jahr zuvor.
+++ 19. Juli: Der neue Formel-1-Chef Chase Carey ist ein Schumi-Fan! "Michael Schumacher ist eine der Kultfiguren der Formel 1“, sagt er im Interview in der aktuellen SPORT BILD. „Ross (Brawn; Ex-Ferrari-Technikchef; d. Red.)  und ich arbeiten zwar noch nicht lange zusammen, aber ich habe schon genug Geschichten über sein einzigartiges Talent, seine Fähigkeiten, seinen Ehrgeiz, seine Fitness und seine Emotionen gehört. Schumacher definiert das Nonplusultra eines Formel-1-Rennfahrers.“ Deshalb wolle man den Rekordchampion auch weiterhin ehren. Carey: "Wir werden deshalb auch einen der Konferenzräume in unserem Hauptquartier in London nach ihm benennen, um ihm Respekt zu zollen.“
Auch den deutschen GP will Carey langfristig sichern. Seine Argumentation: "Wir haben einen deutschen Champion, ein deutsches Auto als Weltmeister, einen Deutschen, der dieses Jahr um den Titel kämpft. Der deutsche GP hat eine große Historie, und wir hätten auch gerne noch mehr deutsche Teams. 2018 kommen wir nach Deutschland zurück. Und wir kämpfen dafür, dass es danach weitergeht.“
Carey will deshalb sogar noch mehr deutsche Teams anziehen. Der US-Amerikaner buhlt um die deutschen Autokonzerne: „Natürlich“, sagt er auf die Frage, ob BMW, Porsche oder Audi für die Formel 1 interessant sind. "Unser Ziel ist, dass solche Firmen Rennteams in der Formel 1 besitzen wollen. Daher passen wir die technischen und ökonomischen Rahmenbedingungen an."
+++ 13. Juli: Sebastian Vettel ist seit dem Auftakt in Australien im März WM-Leader in der Formel 1. Also seit neun Grand Prix. Damit tritt Vettel in die Fußstapfen von Michael Schumacher. Der letzte Ferrari-Pilot, der so lange die Tabellenführung innehatte, war nämlich Schumi 2004. Der Rekordweltmeister wurde in jenem Jahr zum siebten und letzten Mal Weltmeister. Gute Vorzeichen für Vettel...
+++ 11. Juli: Die frühere Biathlon-Weltklasseathletin Magdalena Neuner und Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher sind am Montag offiziell in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen worden. „Beide haben in unvergleichlicher Weise ihre Sportarten geprägt und Millionen Menschen begeistert und mit Stolz erfüllt“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei einem Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Deutschen Sporthilfe in Marburg.
Der Ruhmeshalle des deutschen Sports gehören mit Neuner und Schumacher inzwischen 110 Ausnahmeathleten an.
„Michael war der Bannerträger des Automobilsports und ein Leitstern für viele Fahrer auf der ganzen Welt“, sagte der frühere Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug in seiner Laudatio. Er war erster Chef von Schumacher am Anfang von dessen Karriere und sein letzter nach dessen Comeback und Rückkehr zu Mercedes.
Neuner und Schumacher waren Anfang des Jahres bei einer Publikumswahl, bei der rund 180 000 Stimmen abgegeben worden waren, in die Ruhmeshalle des deutschen Sports gewählt worden. (dpa)
+++ 5. Juli: Mika Häkkinen und Michael Schumacher waren über Jahre Rivalen, die sich immer respektierten. Häkkinen, Formel-1-Weltmeister 1998 und 1999, ärgerte sich einmal aber trotzdem über Schumi. Häkkinen erzählt: „Es war 1995 in Frankreich, das erste Jahr mit dem Mercedes-Motor also. Wir fuhren nach dem Rennen in den Parc-fermé. Ich habe den Motor ausgeschalten und bin aus dem Auto geklettert. Michael stand schon da. Er sagt: ‚Mika, dein Motor hört sich an wie der eines Traktors.’ Ich war so wütend, aber nach einer Zeit konnte ich darüber lachen, denn ich habe zwei WM-Titel mit dem McLaren-Mercedes gewonnen.“ Häkkinen wurde in dem Rennen damals Siebter, eine Runde hinter Sieger Michael Schumacher (Benetton-Renault).
+++ 24. Juni 2017: Der WM-Titel mit Ferrari ist Sebastian Vettels großes Ziel, die Rekorde von Michael Schumacher hat er dabei aber nicht im Blick. Im Interview mit der italienischen 'Gazzetta dello Sport' betont der Heppenheimer im Hinblick auf Schumis sieben WM-Titel: „Ich glaube nicht, dass das etwas ist, was ich zu tun habe. Michael war eine große Inspiration für mich. Aber es ist keine Spielerei seine Poles, Siege und Titel zu brechen. Trotzdem ist es natürlich mein großes Ziel mit Ferrari Weltmeister zu werden.“
Vettel schwärmt von seinem alten Mentor: „Ich hatte das Glück Michael aus zweierlei Blickwinkel kennenlernen zu dürfen. Als ich aufwuchs, war er mein Held, mein Idol, für ein Kind war es wie Gott zu treffen. Später lernte ich ihn auch als Person kennen. Und ich habe nie erlebt, wie er wütend war oder die Kontrolle verlor - wenn überhaupt, nachdem er ein paar Drinks hatte (lacht). Er war immer Herr der Lage - auch im Formel-1-Auto, Go-Kart oder im Buggy beim Race of Champions.“
+++ 14. Juni 2017: Die Nachtstunden sind die kritischsten bei den 24 Stunden von Le Mans, die in der nächsten Woche zum 85. Mal stattfinden. Keine Streckenbeleuchtung, Müdigkeitserscheinungen, Konzentrationsschwächen – also: höchste Crashgefahr. Einen ließ das im Rennen von 1991 völlig kalt: Michael Schumacher (heute 48). Er saß in einem Sauber-Mercedes C11 – und wollte gar nicht mehr aussteigen. „Erst als er zum Nachtanken an die Box musste, konnten wir ihn aus dem Auto holen“, erinnert sich Peter Sauber (73), damals Schumachers Teamchef.
Es war eines der Rennen, in denen sich Michael Schumacher bei Mercedes für ein Formel-1-Cockpit empfahl. Zwei Monate später gab er im Jordan-Ford sein Debüt in der Königsklasse, 13 Jahre danach war er mit sieben WM-Titeln und 91 Siegen F1-Rekordchampion.
Das Resultat in Le Mans war weniger spektakulär. Zusammen mit seinen Teamkollegen aus dem Mercedes-Juniorkader, Karl Wendlinger (48) und Fritz Kreutzpointner (49), wurde Schumi bei seinem einzigen Le-Mans-Start Fünfter. Doch die Konkurrenz war groß: Mazda, Jaguar, Porsche, Lancia und Peugeot waren die Gegner von Sauber-Mercedes. „Le Mans boomte damals schon. Die Fans strömten in Scharen an die Strecke“, erzählt Wendlinger.
„Für uns Fahrer war es aber vor allem eine gute Vorbereitung auf die Formel 1“, erklärt der Österreicher. „Du hast wirklich eine Zeit gebraucht, bis du dich an diese Rennwagen und die Geschwindigkeiten gewöhnt hast. Aber wenn du das geschafft hast, konnte dich in der Formel 1 nichts mehr schocken.“
Die Zeiten des Gruppe-C-Boliden, so hieß die Sportwagen-WM damals, waren rund neun Sekunden langsamer als in der Formel 1 – ähnlich wie heute die Le-Mans-Prototypen von Toyota und Porsche. Aber: Die Höchstgeschwindigkeiten kletterten über die 400-km/h-Marke. In Mexiko, wo die dünne Höhenluft den Luftwiderstand stark reduziert, waren die Gruppe-C-Autos daher nur drei Sekunden langsamer als die Formel 1! Sauber: „Wir hätten uns damit für fast jedes Formel-1-Rennen qualifiziert, obwohl das Auto 300 bis 400 Kilo mehr auf die Waage brachte. Es hatte vor allem einen extrem großen Unterboden und erzeugte daher megaviel Abtrieb."
Wendlinger lobt in erster Linie die Fahrbarkeit des 730 PS starken Fünfliter-V8-Biturbos von Mercedes, der laut Peter Sauber wie ein Schiffsmotor stampfte. „Da hattest du keine durchdrehenden Räder aus den Kurven her­aus, Driften und Rutschen – das gab‘s nicht. Wir waren die Schnellsten, mussten in Le Mans aber das Getriebe wechseln und hatten ein Problem mit der Wasserpumpe.“ War Schumi auch hier schon Tüftler und Setup-Spezialist? Wendlinger: „Nein, weil das gar keine Rolle spielte. Wir hatten ein stabiles Heck und haben vor den Strecken nur die Fahrzeughöhe angepasst, damit das Auto nicht aufsetzt. Aber klar: Michael hat seine Erfolge nicht umsonst eingefahren, er war schon damals super trainiert, was in Le Mans wichtig war.“
Auch Sauber hat noch eine Schumi-Anekdote auf Lager: „Er hat einem Porsche die Motorhaube abgefahren. Ich habe Michael dann zur Rede gestellt, und er behauptete, er wisse von nichts. So war er, der Michael.“
+++ 27. Mai 2017: Michael Schumachers Managerin Sabine Kehm spricht erstmals ausführlich über den Tag, der auch IHR Leben veränderte. „Ich war bei meinen Eltern, wir hatten zuvor Weihnachten gefeiert“, erinnert sie sich in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland an den 29. Dezember 2013. „Da rief mich ein französischer Journalist an. Michael Schumacher sei verunglückt, er wolle eine Bestätigung. Am Nachmittag wusste ich, dass die Situation ernst ist. Am nächsten Morgen war ich dann im Krankenhaus in Grenoble.“
Dort nahm der mediale Druck von Stunde zu Stunde zu. Kehm: „Es war eine große Aufgeregtheit, ein regelrechtes Jagdfieber. Ein Journalist hatte sich als Priester verkleidet, ein anderer angegeben, Michaels Vater zu sein. Den Mitarbeitern im Krankenhaus war anfangs nicht klar: Wer ist hier eigentlich wer? Eine schwierige Zeit.“
Dass sie die Privatsphäre des Superstars damals und auch heute noch schützen müsse, rechtfertigt die ehemalige Journalistin so: „Michael ist eine Person des öffentlichen Lebens, die Öffentlichkeit hat das Recht zu erfahren, dass etwas passiert ist. Wir haben außerdem sehr deutlich gemacht, dass etwas Schwerwiegendes passiert ist.“ Da Schumi selbst allerdings immer eine klare Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatleben gezogen habe, führe sie diese Strategie auch jetzt fort.
Kehm war eine der wenigen, die Zugang zum privaten Schumacher hatten. Als Normalo sei er „ein komplett anderer Typ. Sehr locker, sehr rheinländisch, sehr großzügig, auch sensibel. Ein äußerst liebevoller Familienvater und Familienpartner. Die Familie war immer das Wichtigste. Das war immer ganz klar. Ein guter, verlässlicher, manchmal bis ins Alberne gehende Freund, der Spaß haben wollte und konnte im Leben.“
+++ 23. Mai 2017: Seit 2004 ist Marc Gené bei Ferrari als Entwicklungsfahrer an Bord, nachdem er davor seit 1999 für Minardi und Williams 36 Grand Prix bestritt. Gené lernte bei Ferrari Michael Schumacher kennen – und jetzt Sebastian Vettel. Gegenüber „Motorsport-total.com“ vergleicht er die beiden: „Es ist kein Zufall, dass sie mehrmalige Weltmeister sind. Fahrer mit viel Talent neigen dazu, faul zu sein. Aber die beiden streben immer nach Perfektion und arbeiten hart.“ Für Gené passt Vettel aber besser zu Ferrari als Schumi. Gené: „Vettel ist ein bisschen italienischer. Er liebt Ferrari und kennt sich mit der Geschichte aus. Ich bin mir nicht sicher, ob das bei Michael auch so ausgeprägt war. Für Michael hat immer nur die Gegenwart gezählt.“
+++ 18. Mai 2017: Das war nicht besonders klug: Ein Erpresser aus Baden-Württemberg hatte im Februar 2016 unter anderem Corinna Schumacher, Frau von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, per E-Mail um eine Spende von 900.000 Euro gebeten. Andernfalls würde ihren Kindern was passieren. Dumm nur: Er gab dabei seine eigene Kontonummer an, wurde von der Polizei also schnell überführt und gestern vor Gericht vorgeladen. Seine Strafe: 4500 Euro, 50 Sozialstunden, ein Jahr und neun Monate auf Bewährung – plus eine Therapie.
+++ 8. Mai 2017: Felipe Massas Rückkehr bei Williams hatte einen Grund: Er soll Neuling Lance Stroll als Lehrmeister zur Seite stehen. Dabei erinnert er sich zurück an das Jahr 2006, als diese Rolle für ihn Michael Schumacher bei Ferrari einnahm. "Ich glaube, Lance bekommt die Informationen ein wenig einfacher von mir als ich damals von Michael", vergleicht er. "Aber ich habe so viel gefragt, weil ich Michael als eine Art Lehrer, eine Art Meister angesehen habe. Ich hatte keine Angst davor, ihn zu fragen: 'Was machst du hier, was machst du dort anders?'. Ich habe ihn alles gefragt, was ich nur konnte."
+++ 5. Mai 2017: Am 3. Juli steigt in Mainz wieder ein Benefizfußballspiel, das von Baseball-Star Dirk Nowitzki veranstaltet wird. Die Erlöse gehen zum einen an die Dirk Nowitzki Stiftung, zum anderen an die Keep Fighting Initiative des Michael-Schumacher-Umfelds. Zugesagt haben bisher neben Fußball-Weltmeister Miroslav Klose auch Mick Schumacher, sowie Schumis langjähriger WM-Rivale Mika Häkkinen. 
+++ 27. April 2017: Ein bisschen Taschengeld über? Wie wäre es dann mit dem ersten Benetton-Ford B191 von Michael Schumacher? Der Deutsche bestritt damit 1991 und 1992 insgesamt acht Grand Prix. Jetzt wird er mit dem 650 PS starken Cosworth-V8-Motor renntauglich von Bonhams am 21. Mai in Spa versteigert. Preislich wird er sich in etwa zwischen 750.000 und 950.000 Euro bewegen. Theoretisch wäre er damit zum Beispiel in der Boss-GP-Rennserie einsetzbar. Dort wird im Laufe des Jahres auch noch ein 1994er Benetton-Ford, mit dem Schumi den ersten WM-Titel holte, fahren. Bei der Auktion im Mai stehen auch andere Wagen zur Versteigerung bereit, unter anderem ein Osella-Alfa-Romeo aus der Saison 1986.
+++ 07. April 2017: Im Hamburger Zivilprozess um die Berichterstattung über den Gesundheitszustand von Ex-Weltmeister Michael Schumacher hat das Gericht die Urteilsverkündung vertagt. Die Entscheidung werde am 5. Mai verkündet, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Pressekammer am Landgericht am Freitag. Zu den Gründen für die Verschiebung der Urteilsverkündung wurde nichts mitgeteilt. Möglicherweise liege das Beratungsergebnis der Kammer noch nicht vor, sagte ein Gerichtssprecher.
In dem Verfahren geht es um eine Klage von Schumachers Familie gegen die „Bunte“. Die Zeitschrift hatte im Dezember 2015 berichtet, Schumacher könne zwei Jahre nach seinem schweren Skiunfall in den französischen Alpen wieder gehen. Das wurde von seinen Anwälten dementiert. Wegen der Berichterstattung fordert Schumachers Familie eine Entschädigungszahlung von 100 000 Euro.
+++ 28. März 2017: Mick Schumacher hat gegenüber RTL erstmals über seinen Vater Michael Schumacher gesprochen. "Mein Vater ist mein Vorbild. Er ist der Beste, mein Idol", sagt er über den Formel-1-Rekordweltmeister. "Mein Ziel ist es auch, Formel-1-Weltmeister zu werden. Wann es so weit ist, muss man schauen." 2017 fährt Schumi Junior in der Formel-3-Europameisterschaft. Letzte Woche drehte er in Budapest die 13.-beste Runde von 19 Fahrern. Diese Woche wird in Spielberg getestet.
Mick Schumacher: Alle News
+++ 20. März 2017: Noch wenige Tage bis zum ersten Formel-1-Rennen des Jahres – und der Weltmeister sitzt zu Hause auf der Couch! Nico Rosberg wird den GP Australien vom heimischen Sofa aus verfolgen, genießt aber immer noch den Titelgewinn und den Rückblick auf Karriere und Rücktritt. Im Interview mit dem SPORT BILD Sonderheft Motorsport verrät er nun über sein Karrierende: "Sobald ich die Entscheidung für mich getroffen hatte, habe ich natürlich meine Eltern informiert. Ein intensiveres Gespräch darüber hatten wir aber erst später. Meine Mutter hat sich so sehr gefreut. Sie hat das alles ja schon einmal mit meinem Vater mitgemacht. Die Ängste, die Sorgen... das fällt jetzt von ihr ab.“
Und Keke Rosberg, Weltmeister von 1982? Nico: "Mein Vater war zuerst echt sprachlos. Seine Freude über meinen Titel war so riesig und er hätte sicher gerne auch noch weiter mitgefiebert. Es überwog dann aber schnell sein Gefühl, sich mit mir zu freuen. Darüber, dass ich die für mich richtigen Entscheidungen getroffen habe und glücklich bin.“
Glücklich ist Rosberg auch darüber, dass er zwei der besten Formel-1-Piloten aller Zeiten geschlagen hat: Michael Schumacher und Lewis Hamilton. "Gegen Michael zu bestehen, war gigantisch“, so der Deutsche. "Diese ganz besondere Erfahrung war mega wichtig für den weiteren Verlauf meiner Karriere und die weiteren Jahre im Silberpfeil. Michael hat das Team immer wieder voran geschoben, aufgebaut, motiviert. Er ist verdient sieben Mal Weltmeister geworden und er hat auch einen kleinen Anteil daran, dass ich es jetzt geworden bin."
Einen weiteren Anteil am Erfolg im vergangenen Jahr hat Rosbergs Mentaltrainer. "Durch Konzentrationstraining habe ich gelernt, mich selbst besser zu verstehen, meine Emotionen einzuordnen und in extremen Situationen resistenter zu sein“, erklärt der Mercedes-Botschafter. "Wir haben beispielsweise mein Zweikampfverhalten mit Lewis diskutiert und die Duelle aus der Vergangenheit am Bildschirm analysiert. So konnte ich lernen, dass ich an bestimmten Stellen aggressiver agieren muss und wie ich in ähnlichen Situationen besser reagiere. Als Sportler musst du heute den Körper und den Geist intensiv trainieren."
+++ 14. März 2017: Die neuen Formel-1-Autos 2017 zogen das Interesse vieler Fans auf sich. Weil es 2017 neue Aerodynamik-Regeln gibt, Reifen und Autos wieder breiter sind. Bei genauem Hinsehen entdeckte der ein oder andere aufmerksame Beobachter aber nicht nur Technik-Details: Bei Mercedes fehlt am Cockpitrand die Aufschrift #KeepFightingMichael, ein Genesungswunsch des Teams an ihren vor drei Jahren beim Skifahren schwer verunglückten Ex-Piloten Michael Schumacher.
Wie die Silberpfeile nun mitteilten, wurde der Schriftzug bereits vergangene Saison entfernt, "um den Weg dafür frei zu machen, dass das Motto in Zukunft in anderer Weise genutzt werden kann: 'Keep fighting' ist nun der Eckpfeiler für eine Ende 2016 ins Leben gerufene wohltätige Initiative, die durch Michaels berühmten Kampfgeist inspiriert wurde und dazu ermutigen soll, nie aufzugeben", erklärten die Stuttgarter in einem Statement.
Unter anderem war zuletzt der 'Keep-Fighting-Award' erstmals vergeben worden. Preisträgerin war die Behindertensportlein Vanessa Low, die Laudatio hielt Schumachers Ex-Teamkollege und Weltmeister Nico Rosberg. Mercedes erklärte indes, dass man auch weiterhin gemeinsam mit der Schumacher-Familie an einer Vielzahl interessanter Projekte arbeite. Details werde man zu gegebener Zeit bekanntgeben.
+++ 25. Februar 2017: Von wegen in Monaco gibt es wegen des engen Kurses keine richtigen Duelle. Alexander Wurz und Michael Schumacher belehrten die Fans 1998 eines Besseren. Mehrmals versuchte Schumi im Ferrari sich am Benetton-Playlife des jungen Österreichers vorbeizuquetschen. Wurz aber blockte ab. Nebeneinander fuhren sie durch die enge Haarnadel-Kurve, dann touchierten sie sich sogar. Die Fans waren begeistert, Wurz machte als Zukunfts-Hoffnung von sich reden – doch im Nachhinein bedauert Wurz den Mega-Fight: „Im Fernsehen sah das cool aus, aber in Wahrheit war das ein simples, dummes Manöver“, sagt er zu MotorSport. „Ich bin eigentlich nicht gegen Michael gefahren, denn ich war auf einer anderen Strategie. Ich habe um Platz zwei in diesem Rennen gekämpft, Michael war Fünfter oder Sechster.“ Am Ende schied Wurz wegen eines Aufhängungsschadens in Folge der Berührung aus, Schumacher wurde Zehnter.
+++ 27. Januar 2017: Er soll an Michael Schumachers Kampfgeist erinnern: Im Rahmen des SPOBIS in Düsseldorf hat Familie Schumacher gestern erstmals den Keep Fighting Award vergeben. Den Preis bekam Paralympics-Goldmedaillengewinnerin Vanessa Low von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg und FIA-Präsident Jean Todt. Anlässlich der Verleihung erinnerten Rosberg und Todt an Schumachers Qualitäten als Sportler.
"Auch mich hat Michael mit seiner Art und Weise sehr inspiriert", würdigt Rosberg in seiner Laudatio. "Seine Stärke und sein Kampfgeist waren unglaublich und haben einen Anteil daran, dass ich heute hier als Weltmeister stehe. Er hat aber nicht nur mich inspiriert, sondern das gesamte Team. Er hat das Team vorangeschoben, sodass es das beste Team aller Zeiten in der Formel 1 geworden ist."
Jean Todt holte als Teamchef von Ferrari mit Schumacher fünf WM-Titel. Er erinnert sich: "Wir haben nichts als gegeben angesehen und nie gedacht, dass wir die Besten sind.“ Schumacher sei ein „Detail-Maniac“ gewesen. „Selbst nach einer erfolgreichen Saison wollte er so schnell wie möglich zurück ins Auto, um seine Fähigkeiten zu überprüfen. Für mich ist er ein großartiger Mensch. Er hat immer gekämpft und kämpft immer noch.“
Schumachers Managerin Sabine Kehm erklärte den Keep Fighting Award: "Michael war in seiner gesamten Karriere bekannt dafür, dass er nie aufgab und jede kleine Chance nutzte. Die Familie von Michael hat sich gedacht, dass sie so viel positive Energie, Anteilnahme, guten Willen und liebe Worte erhalten hat, dass sie den Slogan aufnehmen und wieder zurückgeben wollten."
+++ 26. Januar 2017: Die erste Preisträgerin des Schumi-Awards steht fest! Paralympics-Siegerin Vanessa Low (26) wird am Montagabend mit dem Keep Fighting Award ausgezeichnet werden. Im Rahmen der SpoBis in Düsseldorf soll Low der Preis von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg und FIA-Präsident Jean Todt übergeben werden. Der Preis ist die erste Aktion der Keep-Fighting-Initiative. Diese wurde von der Familie Michael Schumachers (48) zur Unterstützung wohltätiger Zwecke ins Leben gerufen. Low wurde von der Familie des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher als Preisträgerin bestimmt, weil sie „auf beeindruckende Weise die Werte verkörpert und auch vermittelt, die dieser Preis fördern möchte: niemals aufgeben und trotz schwerer Rückschläge positiv die Zukunft gestalten“, so Managerin Sabine Kehm im Namen der Familie Schumacher.
Vanessa Low aus Ratzeburg verlor im Alter von 15 Jahren bei einem Unfall beide Beine. Bei den Paralympics in Rio 2016 glänzte sie – nachdem sie auch sportliche Rückschläge gemeistert hatte – durch Weltrekord im Weitsprung und eine persönliche Bestleistung im 100-Meter-Lauf, die ihr die Silbermedaille einbrachte.
13. Januar 2017: Michael Schumacher wurde in die Hall of Fame der deutschen Sportlegenden aufgenommen. Sie umfasst inzwischen 104 Sportler. Neben Schumi wurde auch Biathletin Magdalena Neuner aufgenommen. Sport- und Bundesinnenminister Thomas de Maiziere erklärt: "Mit ihrer Persönlichkeit und ihren Leistungen haben Magdalena Neuner und Michael Schumacher entscheidend zur Popularität ihrer Sportarten beigetragen und über Jahre hinweg die Sportfans in Deutschland und auf der ganzen Welt begeistert. Nicht nur ihre herausragenden sportlichen Erfolge, sondern auch ihr beispielhaftes gesellschaftliches Engagement machen sie zu wichtigen Vorbildern für die Menschen in unserem Land." Schumacher gewann in der Formel 1 91 Grand Prix und sieben WM-Titel - beides ist bis heute mit Abstand unerreicht.
3. Januar 2017: Michael Schumacher wird am 3. Januar 2017 48 Jahre alt. Einen besonderen Gruß gibt es von seinem langjährigen Rivalen Mika Häkkinen. Der Finne erinnert sich in einem Kommentar für die Bild-Zeitung an Schumi und die gemeinsamen Duelle. Häkkinen schreibt über Schumachers unbedingten Willen zum Erfolg. "Für mich ist Michael Schumacher einer der größten deutschen Sportler aller Zeiten. Man wird nicht zufällig siebenmal Formel-1-Weltmeister", so Häkkinen, der deshalb einen Platz "in der Hall of Fame des deutschen Sports" für der Kerpener einfordert.
Noch mehr gerät Häkkinen jedoch ins Schwärmen, wenn es um Schumacher abseits der Rennbahn geht. "Er ist eine unglaubliche Persönlichkeit, ein toller Mensch. Umso betroffener bin ich von seinem Schicksal", so der Weltmeister von 1998 und 1999, der deshalb einen großen Wunsch äußert: "Es wäre toll, wenn wir uns irgendwann noch einmal sehen könnten und es ihm wieder besser geht."
29. Dezember 2016: Exakt drei Jahre nach dem schweren Ski-Unfall von Michael Schumacher erinnert Ex-Ferrari-Technikchef und Ex-Mercedes-Teamchef Ross Brawn in einem CNN-Interview an seine Zeit mit dem Rekordweltmeister. Brawn: "Michael trug bei Ferrari entscheidend zum Erfolg bei und auch während seiner Mercedes-Zeit ging er mit dem gleichen Ansatz ans Werk." Deshalb habe er auch entscheidenden Anteil am Erfolg der Silberpfeile. "Michael hat zur Organisation und Struktur beigetragen, die zum Erfolg von Mercedes führte", sagte der 62-Jährige, der Schumacher bei Benetton und Ferrari zu all seinen Titeln geführt hatte. Schumacher habe laut Brawn "mit seinem Wissen und seiner Reife" den Aerodynamikern und Reifen-Verantwortlichen erklärt, was für ein gutes Auto erforderlich ist. "Er hat maßgeblich an der Schaffung der Systeme, die zum Erfolg führen, beigetragen", so der Brite.
Schumachers größte Stärke sei dabei die Kombination aus Teamgeist und Ehrgeiz gewesen: "Wenn du einen Fahrer wie Michael erlebst, der sich derart dem Erfolg verschrieben hat, dann wirst du von seinem Enthusiasmus mitgerissen. Du weisst, dass du ihn nicht enttäuschen willst, und so geht es jedem Einzelnen im Team. Sein Erfolgshunger hat die Leute motiviert." Brawn weiter: "Allein seine Präsenz sorgte dafür, dass man ihm in seinem Ehrgeiz nacheiferte. Er hat mir in dieser Hinsicht eine wichtige Lektion erteilt und mir gezeigt, wie man für die richtige Atmosphäre in einer Mannschaft sorgt."
Brawn findet ebenso rührende Worte für Schumachers Familie um Ehefrau Corinna und die Kinder Gina Maria und Mick: "Michaels Unfall ließ nicht nur ihn selbst leiden, die ganze Schumacher-Familie hat gelitten. Wie stark die Familie und Corinna sind, zeigt sich in den Leistungen seiner Kinder."
20. Dezember 2016: Neue Entwicklungen im Fall der illegalen Fotos von Michael Schumacher auf seinem Krankenbett: Die Offenburger Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt. Grund: Es konnte kein Täter ermittelt werden. Das Offenburger Medienhaus, dem das Foto angeboten worden ist, beruft sich auf den Informationsschutz. Weder das Medienhaus noch die Staatsanwaltschaft haben das Bild zu Gesicht bekommen.
18. Dezember 2016: Michael Schumachers Managerin Sabine Kehm hat dem Motorsportmagazin bestätigt, dass die Familie Schumacher Anzeige erstattet hat. Hintergrund: Unbekannte sollen Fotos vom Rekordweltmeister auf seinem Bett liegend gemacht und Verlagshäusern für eine hohe Geldsumme angeboten haben. Kehm bekräftigt indes, dass es auch weiterhin keine Informationen zum Gesundheitszustand der Formel-1-Legende geben werde. "Schon allein deswegen, weil wir die Privatsphäre von Michael so weit wie möglich schützen müssen."
Autoren: ABMS, dpa