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Formel 1: Vettel-Chef spricht —

„Unser Ronaldo heißt Seb“

Ferraris neuer CEO steht der Presse beim Heimspiel in Monza Rede und Antwort - und lobt Sebastian Vettel. Der Deutsche ist am Freitag Trainingsschnellster.

Heimspiel für Ferrari in Italien. Erstmals stellte sich am Freitag deshalb auch der neue Geschäftsführer der Presse. Nach dem Tod von Sergio Marchionne wurde die Macht aufgeteilt. Neuer Präsident wurde Agnelli-Enkel John Elkann, den Posten CEO übernahm Louis Carey Camilleri (63), seines Zeichens ehemaliger Aufsichtsratsboss des Tabakkonzerns Philipp Morris.
Camilleri allerdings ist alles andere als sein berühmter Vorgänger Marchionne: Große Auftritte sind nicht sein Stil, er wirkt unauffällig und unaufgeregt, spricht leise, streut immer wieder auch ein Lächeln ein.
Und er rollt seinem WM-Aspiranten Sebastian Vettel den roten Teppich aus. Angesprochen auf einen Vergleich Ferraris mit dem Fußballklub Juventus Turin sagt Camilleri: „Wir haben auch einen Ronaldo und er heißt Seb.“
Dazu passt: Der Ferrari-Ronaldo namens Vettel beendete den ersten Trainingstag in Monza als Schnellster - und sorgte obendrein für einen Hingucker, als er sich in der Parabolica im Kiesbett verabschiedete (zu sehen in unserer Bildergalerie). „Als Kind bin ich immer aus dem Sandkasten rausgekommen, mittlerweile ist das schon schwerer. Aber heute sollte ich nicht mehr so viel Zeit dort verbringen“, scherzt Vettel.
Der Deutsche hat bei seinem Ausritt aber Glück: „Ein bisschen habe ich die Reifenstapel berührt, deswegen hatten wir einen kleinen Schaden an der Endplatte des Heckflügels.“ Vettels Fazit: „Ich weiß jetzt, was nicht geht und bin happy, dass es weiterging.“
Zurück zu Camilleri: Auf den zweiten Fahrer für 2019 will er sich noch nicht festlegen lassen. Kimi Räikkönen oder Charles Leclerc? „Wir haben noch keine Entscheidung gefällt und es gibt auch keinen Zeitrahmen. Nur soviel: Ihr Medien seid die Zweiten, die davon erfahren.“ Clever: Der neue Vettel-Boss lockert die Stimmung immer mal wieder mit einem Scherz auf.
Einen kleinen Hinweis in Richtung Stabilität, also pro Räikkönen, gibt Camilleri dann aber doch noch: „Ich bin zufrieden, denn das Team hat gerade Momentum. Es ist ein großartiges Team, deswegen erwarte ich auch keine großen Veränderungen.“ Denn wichtig ist dem neuen CEO vor allem eines: „Wie jeder andere im Team auch, habe ich den Anspruch zu gewinnen“, sagt Camilleri.
Übrigens: Der neue Ferrari-Boss lebt aktuell mit Ex-Porno-Star Savanna Samson (50) zusammen. Letztes Jahr war der gebürtige Ägypter noch mit Top-Model Naomi Campbell liiert. Er steht auf schnelle Autos und schöne Frauen - und hat jetzt seinen Wohnsitz ins verschlafene Ferrari-Nest Maranello verlegt...
Autor: Bianca Garloff