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Formel 1: Frust nach Crash mit Stroll —

Alonso: Zu viele „Amateure“ in der F1

Fernando Alonso wird in Austin schon nach wenigen Metern abgeräumt - und wütet danach gegen Lance Stroll und die aktuelle Mentalität in der Formel 1.

Beim US-Publikum ist er seit seinem glorreichen Indy-500-Auftritt 2017 einer der beliebtesten Fahrer. Lange zu sehen bekamen die Fans Fernando Alonso in Austin am Sonntag aber nicht. Nach nur wenigen Kurven wird er in der Startphase von Williams-Pilot Lance Stroll abgeschossen, kreiselt mit zerfetztem Seitenkasten ins Aus.
Am Funk tobt Alonso: „Es ist völlig unmöglich gegen diese Jungs Rennen zu fahren!“ Wenig später legt der Spanier nach: „Es ist enttäuschend. Ich bin neun Tage lang in den USA, bereite mich auf ein Rennen vor und komme dann gerade mal 600 Meter weit, weil ich von der Strecke gekegelt werde. Im Mittelfeld haben sie mal wieder Bowling gespielt.“ Paydriver Stroll, mit dem Alonso auch schon zuletzt in Japan aneinander geriet, bekommt für den Crash eine Durchfahrtsstrafe.
Zu milde für Alonsos Geschmack, der der Formel 1 ein generelles Problem attestiert. „Es ist eine Frage der Mentalität - und eine für die FIA, warum sie derartiges Fahrverhalten zulässt. Ich fahre noch in einer anderen Serie (der Sportwagen-WM WEC; d.Red.), in der es theoretisch Amateur-Piloten gibt. Aber da gibt es nie solche Probleme.“ Alonsos Schlussfolgerung: „Es gibt hier in der Formel 1 mittlerweile mehr Amateure als anderswo.“
Einen Rat für die Königsklasse, von der er sich nach den nächsten drei Rennen verabschieden wird, hat Alonso auch noch: „Vielleicht brauchen wir hier Stoßstangen, wie bei Leih-Go-Karts. Dann können wir uns alle schön in die Kiste fahren.“
Autor: Frederik Hackbarth