Schließen

Formel 1: Ferrari vs. Mercedes —

Ferrari geht auf Angriff

Im Duell um die WM steckt Ferrari nicht mehr zurück - nach Jahren der Mercedes-Dominanz blasen die Roten nun auch verbal zum Großangriff.

Toto Wolff hatte den Fehde-Handschuh geworfen. „Wäre ich Ferrari, würde ich meine Leute jetzt ans Vorjahr erinnern - da wurden sie von uns nämlich wirklich zerstört“, so der Mercedes-Sportchef nach dem Rennen in Spa. Doch die Scuderia duckt sich nicht mehr weg. Vettel und Co. gehen jetzt auch verbal voll auf Angriff!
Teamchef Maurizio Arrivabene (61) beim Show-Event in Mailand: „Wir müssen nur den Druck auf Mercedes hochhalten, die das nicht gewohnt sind. Sie können nicht mit Rückschlägen umgehen. In den letzten Jahren waren wir immer in Deckung, mussten die Schläge rechts und links einstecken, aber wir sind immer wieder aufgestanden. Wir wissen, wie schlimm es ist, die Schläge einzustecken.“
Aber - und das ist neu bei den Aussagen des Ferrari-Chefs: „Jetzt ist es Zeit, sie zu verteilen!“ Beleg dafür: Ferrari kontert Mercedes jüngtse Attacke. Im Anschluss an den Belgien GP sprach Lewis Hamilton von „Tricks“, die Vettels roten Renner so schnell gemacht haben (ABMS berichtete), stellte damit indirekt die Legalität des Ferrari infrage. Ferrari spielt den Ball aber zurück - und verweist auf Aufnahmen aus Spa, die einen extrem beweglichen Heckflügel am Silberpfeil zeigen. Arrivabene: „Uns ist das aufgefallen. Mal schauen, ob es auch der Fia auffällt.“
Sportlich hat Ferrari Mercedes in Spa den ersten linken Haken verpasst, in Monza soll das nun weitergehen. Vettel gibt sich entsprechend angriffslustig: „Mercedes hat in den letzten Jahren dominiert, jetzt auf einmal befinden wir uns in der Favoritenrolle. Das zeigt, dass sich unsere Arbeit bezahlt gemacht hat. Wir schauen dabei weniger auf die Gegner, wir konzentrieren uns ganz auf unsere eigenen Aufgaben.“
Autor: Bianca Garloff