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Daytona: Zanardi im BMW M8 GTE —

Erfolgreiche Tests fürs 24-Stunden-Rennen

Alex Zanardi hat das nächste Projekt im Visier. Im Januar will er die 24 Stunden von Daytona bestreiten. Erster Test im BMW M8 GTE.

Nur zwei Monate nach dem spektakulären Gaststart von Alessandro Zanardi in der DTM, steht schon das nächste Rennprojekt für den nimmersatten Italiener an: Am 26./27. Januar wird er beim 24-Stunden-Rennen von Daytona für BMW an den Start gehen. 
Zanardi hat bei einem ChampCar-Unfall 2001 am Lausitzring beide Unterschenkel verloren. BMW hat Übung darin, Autos für sein Handicap umzubauen. Zanardi gewann mit BMW schon Rennen in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft und fuhr zuletzt in der DTM auf Platz fünf. Doch Daytona ist ein Langstreckenrennen, Zanardi muss sich das Auto also mit mehreren Fahrern teilen.
Beim Test im französischen Miramas hat BMW mit dem 52-Jährigen daher auch die Fahrerwechsel trainiert. Dafür reiste extra auch Jesse Krohn an, der für BMW die amerikanische Sportwagenmeisterschaft bestreitet. Wer mit Zanardi in Daytona fahren wird, ist noch nicht klar. 
Zanardi erklärt: „Was wir bei dem Test erreicht haben, ist schon beeindruckend. Denn man muss bedenken, dass wir zusätzlich zum üblichen Fahrerwechsel auch noch das Lenkrad austauschen müssen. Wir sind konstant unter der 20-Sekunden-Marke geblieben, und einige Male haben wir den Fahrerwechsel sogar in rund 15 Sekunden vollzogen.“
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An Zanardis Lenkrad sind ein Gasring und ein Bremshebel angebracht. Über Schaltwippen kann er Gänge wechseln.
Insgesamt absolvierte Zanardi 700 Kilometer bei dem Test, sein Fazit: „Ich denke, dass wir bei diesem Test enorme Fortschritte gemacht haben.“
Autor: Michael Zeitler