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Citroën Berlingo (2018): Preis, Motoren, Test, Daten —

Der Berlingo wird modern

Die neue Generation des Berlingo gibt es mit Panoramadach, in zwei Größen und mit Platz für bis zu sieben Personen. AUTO BILD hat die Sitzprobe gemacht. 

Vorstellung: Der Berlingo bekommt das typische Familiengesicht

Citroën bringt eine neue Generation des Berlingo an den Start. Er bleibt nahezu baugleiche mit Peugeot Rifter und Opel Combo. Beim Design gehen die Franzosen markentypisch ihren eigenen Weg. Die Grundform des Familienlasters wurde beibehalten, während die Front an das aktuelle Markengesicht angepasst wurde. Dieses sticht mit seinem Vier-Augen-Gesicht in der eher nüchternen Klasse der Hochdachkombis ziemlich heraus. An der Fahrzeugseite gibt es jetzt wie beim neuen C4 Cactus eine schmale Leiste mit Airbumps. Darüber liegt eine markante Sicke, die auch über den vorderen und hinteren Radkästen zu finden ist. Das Heck mit der großen Ladeklappe wurde sehr funktional gestaltet und erinnert stark an den Vorgänger.

Der Berlingo steht in Genf

Der Familienlaster, der jetzt auf der konzerneigenen Plattform EMP2 basiert, wächst etwas und ist weiterhin in zwei Größen erhältlich. Er ist in einer Länge von 4,40 oder 4,75 Metern lieferbar. Mit der optionalen dritten Sitzreihe bietet der Hochdachkombi sieben Passagieren Platz. Der Berlingo verfügt auf beiden Seiten über jeweils eine Schiebetür. Die neue Basis soll ihn und die eng verwandten Modelle von Peugeot und Opel komfortabler und handlicher machen. Alle drei laufen in den PSA-Werken in Spanien und Portugal vom Band. Der Berlingo und der Peugeot Rifter feiern auf dem Autosalon Genf (8. bis 18. März 2018) ihre Messepremiere. Die Markteinführung findet in der zweiten Jahreshälfte 2018 statt. Später folgt wie gewohnt die Nutzfahrzeugversion. Preise haben die Franzosen noch nicht verraten, AUTO BILD rechnet mit einem Einstiegspreis von 18.000 Euro.

Innenraum im Test: Berlingo überzeugt

Für einen Hochdachkombi in dieser Preisklasse ist der Innenraum des neuen Berlingo mehr als ordentlich. Die Verkleidungen und Dekore bestehen zwar aus schwarzem Hartplastik, farbige Abdeckungen werten den funktionellen Innenraum aber optisch spürbar auf. Das Lenkrad ist griffig und lässt über die Multifunktionstasten die Bedienung des Kombiinstruments und der Soundanlage zu. Die Instrumente sind im typischen Citroën-Stil gehalten und lassen sich gut ablesen. Der klobig wirkende Schaltknauf liegt gut in der Hand. Die Sitze im Messefahrzeug sind mehrfarbig und sehr bequem. Die Franzosen besinnen sich auch im Berlingo auf ihre Kernkompetenz: den Komfort. Da der Beifahrerairbag im Dachhimmel verbaut ist, bietet der gewonnene Platz im Armaturenbrett Raum für ein zweites Handschuhfach. Die Fondpassagiere sitzen auf einer bequemen Rückbank mit ausgeformten Einzelsitzen. Die Beinfreiheit überzeugt, auch größere Personen werden sich hier wohlfühlen. Das große, optionale Panoramadach lässt viel Licht in den Innenraum, es wird optisch durch eine von vorne nach hinten durchgängige, beleuchtete Ablage geteilt. Einziger Minuspunkt im Berlingo ist die Auflösung des Displays. Auch wenn der Berlingo die Connectivity nicht als Paradedisziplin beherrscht, könnte das verbaute 8-Zoll-Display im Cockpit etwas mehr Schärfe vertragen.

Ausstattung & Connectivity: viele Sicherheits-Features

Der Berlingo ist in insgesamt acht Außenfarben erhältlich. Für das Interieur sind drei verschiedene Trimms lieferbar, die sich optisch unterscheiden. Die Sicherheitsausstattung des Hochdachkombis ist für seine Fahrzeugklasse sehr umfangreich und ist man so eher aus einem Pkw als einem Lieferwagen gewöhnt. Insgesamt werden 19 Assistenzsysteme angeboten. Unter anderem sind ein farbiges Head-up-Display, ein Totwinkelwarner, ein aktiver Notbremsassistent und ein adaptiver Tempomat erhältlich. Auf Wunsch parkt der Berlingo auch selbstständig ein. Das Infotainmentsystem verfügt über Apple CarPlay und Android Auto. Außerdem beinhaltet es ein 3D-Navi und ermöglicht das induktive Laden eines Smartphones.

Motoren: Berlingo erstmals mit Achtgangautomatik

Zum Marktstart in der zweiten Jahreshälfte 2018 ist der neue Berlingo mit zwei Dieseln und einem 110 PS starken Dreizylinder-Benziner erhältlich. Etwas später wird ein stärkerer Benziner mit 130 PS nachgereicht. Die Selbstzünder leisten entweder 110 oder 130 PS. Alle Motoren sind serienmäßig an ein Sechsgangschaltgetriebe gekoppelt. Der stärkere Diesel und der nachgereichte Benziner werden optional mit einer Achtgangautomatik kombinierbar sein. Das gab es im Berlingo und bei seiner Konkurrenz noch nie.
Autoren: Elias Holdenried, Andreas Huber